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Luxemburg verbietet Gen-Mais - wann folgt Deutschland?

Als fünftes EU-Land hat Luxemburg den Anbau des Gen-Maises Mon 810 verboten. Damit wird in Europa die gentechnikkritische Haltung gestärkt. Ein deutliches Signal zum Handeln für Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner (CSU).

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Luxemburg folgt mit diesem Schritt Österreich, Frankreich, Griechenland und Ungarn. Diese Länder haben bereits den Gebrauch und den Verkauf von gentechnisch verändertem Mais der Sorte Mon 810, hergestellt von der US-Chemiefirma Monsanto, verboten. Der luxemburgische Gesundheitsminister, der die Verordnung am 20. März unterzeichnete, schloss sich den Gen-Mais-Kritikern an, die auf die ungeklärten Folgen von Mon 810 für Menschen und Umwelt verweisen.

Auch in Deutschland war in der letzten Zeit davon die Rede, Gen-Mais zu verbieten - allerdings nur für Bayern, wo die Ablehnung der Gentechnik auf dem Acker besonders groß ist. Sonntagsreden gegen Gentechnik, um die bayerische Volksseele zu beruhigen, reichen aber nicht, kritisiert Alexander Hissting, Gentechnikexperte bei Greenpeace. Zwar redeten die CSU und Aigner immer wieder davon, Bayern zur gentechnikfreien Zone machen zu wollen. Doch das seien nur leere Versprechungen, zumal Aigner keine rechtliche Handhabe für ein Anbauverbot in einem Bundesland habe.

Aigner lenkt nur ab von der Verantwortung, die in ihren Händen liegt. Nationale Verbote sind möglich, das macht auch Luxemburg erneut deutlich. Wer ein gentechnikfreies Bayern will, muss den Gen-Mais in ganz Deutschland verbieten. Hierzu hat Aigner alle rechtlichen Mittel, die sie braucht.

Erst Anfang März hatte die zuständige EU-Kommission versucht, alle EU-Mitgliedsstaaten auf die Zulassung von genmanipuliertem Mais zu verpflichten. Das hat der EU-Umweltministerrat mehrheitlich verhindert. Einem Gen-Maisverbot steht also nichts mehr im Wege.

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