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Genhofer erlaubt Anbau von Gen-Mais ohne ausreichende Überwachung

Nachdem Minister Seehofer im April 2007 den Verkauf des umstrittenen Gen-Mais MON810 wegen möglicher Umweltgefahren ausgesetzt hatte, hat er ihn nur wenige Monate später wieder erlaubt. Die verantwortliche Firma Monsanto habe die Auflage erfüllt und einen vollständigen Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen des Genmais-Anbaus vorgelegt. Falsch!

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Greenpeace liegt eine Stellungnahme des Bundesnaturschutzamtes (BfN) vor. Darin kritisiert die Fachbehörde, dass der Überwachungsplan ungenügend sei. Seehofer ignoriert diese Einwände vollständig und entscheidet sich gegen die Interessen der Menschen und Umwelt und für die Interessen der Industrie.

Das BfN bemängelt unter anderem, dass von neun angeordneten Prüfpunkten fünf überhaupt nicht und zwei nur teilweise berücksichtigt sind. Außerdem kritisiert die Behörde, dass die Auswirkungen des Gifts auf Schmetterlinge und Wasserlebewesen nicht fallspezifisch untersucht werden sollen. Das Gleiche gilt für den Verbleib des Gifts in der Umwelt.

Diese Überwachungen sind unverzichtbar. Studien haben die schädliche Wirkung des Gen-Maises auf bestimmte Lebewesen bereits belegt. Mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt können daher nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.

Das BfN bemängelt weiter, dass Landwirte, die Gen-Mais anbauen, von Monsanto überwiegend nach ackerbaulichen Aspekten wie dem Wachstum der Pflanzen befragt werden. Auswirkungen auf die Umwelt können so kaum erfasst werden. Zudem will Monsanto schon vorhandene Daten sammeln und auswerten, die in einigen Fällen gar keinen Bezug zum Anbau von Gen-Mais haben.

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