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Erfolg: Kohlekraftwerk Arneburg verhindert

Der Energiekonzern RWE gibt das Kohlekraftwerk Arneburg in Sachsen-Anhalt auf. RWE hatte in Arneburg geplant, ein Steinkohlekraftwerk mit 1600 Megawatt zu errichten. Seit 2008 versuchte der Energiekonzern die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Kraftwerksprojekt zu schaffen, dessen Bau zu jährlichen Emissionen von neun Millionen Tonnen Kohlendioxid geführt hätte.

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Die Kraftwerksplanungen ruhten bereits seit längerem, doch RWE hatte das Projekt offiziell noch nicht für beendet erklärt. Nun sagte Lothar Lambertz, Chef der RWE Power AG der Zeitung Volksstimme, dass die Planungen bereits 2010 eingestellt worden seien.

In Arneburg hatte die Bürgerinitiative "Gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg" engagiert gegen das Kraftwerksprojekt gestritten. Im April 2010 hatte die Bürgerinitiative eine Petition von 200 Ärzten an den Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Dr. Wolfgang Böhmer, übergeben.

Darin hieß es: "mit großer Sorge verfolgen wir, die unterzeichnenden Ärzte der betroffenen Region, die Diskussion um den Bau eines Steinkohlekraftwerkes durch die RWE (...). Sie wissen als Arzt und Hochschullehrer, und es ist in zahlreichen Publikationen renommierter medizinischer Fachjournale belegt, dass die zu erwartende Feinstaubbelastung zu einer Zunahme von Atemwegs- und Kreislauferkrankungen bei der betroffenen Bevölkerung führen wird. Die Reizgase SO2 und NOx verursachen obstruktive Lungenerkrankungen und sind besonders gefährlich für Menschen mit kardiopulmonalen Leiden. Es ist deshalb mit einer erhöhten Sterblichkeitsrate bei diesen Erkrankungen zu rechnen."

Dass RWE das Kohlekraftwerk nun aufgibt, hat in erster Linie ökonomische Gründe. Denn die Einspeisung erneuerbarer Energien führt dazu, dass Steinkohlekraftwerke immer schlechter ausgelastet sind und sich wirtschaftlich nicht mehr rechnen. Dies gilt allerdings nur für Steinkohle. Braunkohlekraftwerke sind deutlich stärker ausgelastet und für die Betreiber erheblich günstiger. Trotz des Aus für Arneburg hält RWE immer noch am Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks in Niederaußem fest.

(Autor: Gerald Neubauer)

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