Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Greenpeace auf der Jobparade

Zehntausende Jugendliche haben am Samstag bei der Jobparade in Schwerin demonstriert. Mit lauter Musik und fantasievoll geschmückten Wagen engagierten sie sich für mehr Jobs und Ausbildungsplätze. Mit von der Partie: SolarGenration - mit einem Truck, der durch ein rollendes Solardach seinen eigenen Strom erzeugt.

Die 35 Jugendlichen des Greenpeace-Projektes SolarGeneration wollen zeigen, dass Klimaschutz entgegen verbreiteter Vorurteile keine Arbeitsplätze kostet. Sondern im Gegenteil Arbeitsplätze schafft. Schon heute arbeiten in den erneuerbaren Energien 130.000 Menschen - mehr als in der Kohle- und Atomindustrie zusammen.

Bei einem Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2010 auf 10 Prozent werden sogar noch einmal 70.000 Arbeitsplätze geschaffen. Um der Politik zu zeigen, dass es für diese Arbeitsplätze auch Interessenten gibt, sammeln die Jugendlichen auf der Jobparade Bewerbungen. Diese werden dann an den zuständigen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement weitergegeben.

Mit der Teilnahme an der Jobparade wollen wir zeigen, dass wir bei der Ausgestaltung der Zukunft, unserer Zukunft, ein Wörtchen mitzureden haben, so eine Vertreterin der Greenpeace-Jugend. Umwelt- und Klimaschutz und die Aussicht auf zukunftssichere Arbeitsplätze müssen kein Widerspruch sein.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Energieszenario 2030

Wie eine beschleunigte Energiewende Deutschlands Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen sicherstellt

Mehr zum Thema

Kein Geld für Gestern!

Regierung beschließt Wirtschaftshilfen mit zu wenig Klimaschutzwirkung. Greenpeace stellt Studie vor, die berechnet, wie viele Arbeitsplätze ein grüner Neustart schaffen kann.

Frischer Wind für Windkraft

Der Windkraft-Ausbau stockt, obwohl Windenergie für die Energiewende zentral wichtig ist. Rechtsgutachten fordert, Windkraft per Gesetz ein „öffentliches Interesse“ einzuräumen.

Weg vom Öl

Erster Tag im Amt, und schon Ärger mit Greenpeace: Auch vom neuen Chef des Ölkonzerns BP fordern die Umweltschützer, endlich den Kurs auf Klimarettung zu stellen.