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Hunde, die unter der Hitze leiden.  9. August 2020, Bordeaux.
© Constant Formé-Bècherat / Greenpeace

7 Tipps, um Tiere gegen Hitze zu schützen

Die Hitze ist nicht nur eine Belastung für uns Menschen, sondern auch für Haus- und Wildtiere. Wir gestalten ihre Lebensräume und tragen eine Verantwortung für sie.

1. Tiere mit ausreichend Wasser versorgen

Wassernapf und Tränke brauchen täglich frisches Wasser. Verschiedene Trinkoptionen können ein Haustier zum Trinken animieren. Stellen Sie auch täglich frisch gefüllte Wassernäpfe für Wildtiere nach draußen. Bei der Hitze haben diese sie Schwierigkeiten geeignete Wasserstellen zu finden.

Für Nager bietet Futter wie frische Kräuter, geeigneter Salat, Obst und Gemüse oder Gras zusätzlich eine gute Flüssigkeitsquelle. Bei Hunden empfiehlt es sich eine Wasserflasche bei Spaziergängen mitzunehmen und zwischendurch immer wieder Wasser anzubieten. Reichert man das Nass- oder Trockenfutter zusätzlich mit Wasser an, kann man die Flüssigkeitsaufnahme noch steigern.

2. Das Gehege und die Futternäpfe sauber halten

Nahrungsreste sollten schnell entsorgt werden. Bei der Hitze schimmeln Futterreste schneller und können Tiere krank machen.

3. Abkühlung und schattige Rückzugsorte ermöglichen

Käfige brauchen einen schattigen und kühlen Ort. Dunkeln Sie das Zimmer ab. Auch Außengehege unbedingt in den Schatten stellen. Ein Käfig sollte stets gut belüftet sein und sich nicht direkt in der Sonne befinden. Aber vorsicht vor Ventilatoren und zu viel Zugluft. Dies kann zu Erkältungen und Augenentzündungen führen.

Kühlmatten und -decken für Katzen und Hunde können hilfreich sein. Bei Nagetieren empfiehlt sich ein kühles Sandbad. Stellen Sie den Sand dazu vorher ein bisschen in den Kühlschrank. Außerdem kann man kühle Keramik- oder Steinplatten, angefeuchtete Tontöpfe oder Keramikhäuschen in den Käfig legen. Wickelt man ein Kühlpäckchen in ein Tuch und legt es oben auf das Gitter, kann kühle Luft in den Käfig gelangen. Wichtig ist hierbei, dass es außerhalb der Reichweite des Nagers liegt, damit es nicht angeknabbert wird und sich das Tier vergiftet. Legen Sie das Kühlpäckchen auch nur auf eine Seite des Käfigs.

Feuchten Sie das Fell Ihres Tieres an. Viele Vögel mögen es mit einer Wassersprühflasche besprüht zu werden oder ein Wasserbad zu nehmen. 

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4. Tiere schonen

Nicht in der Mittagssonne mit dem Hund lange spazieren gehen oder das Pferd ausreiten. Verlegen Sie dies lieber in die frühen Morgenstunden oder in den Abend. Sportliche Anstrengungen sollten vermieden werden. Katzen brauchen die Möglichkeit, jederzeit wieder in das Haus zu gelangen.

Besonders wichtig ist es, Tiere keinem Transport in der prallen Hitze auszusetzen. Warten Sie auch hier lieber auf die späten Abendstunden oder den kühlen Morgen. Wen es gar nicht anders geht: Achten Sie darauf, dass die Transportbox gut belüftet ist. Je kürzer die Dauer des Transports, desto besser. 

5. Auch Haustiere können Sonnenbrand bekommen

Bei Freigängern wie Katzen und Hunden besteht die Gefahr eines Sonnenbrands. Gerade Katzen und Hunde mit wenig Fell und heller Haut, sollte man die wenig geschützten Stellen wie Nasenrücken und Ohren vorsichtig mit Sonnencreme für sensitive Haut (ohne Parfum) eincremen. Wird der Asphalt zu heiß, sollte man einen Pfotenschutz verwenden, damit es nicht zu Verbrennungen kommt.

6. Langes Fell kürzen

Bei manchen Hunde- oder Katzenrassen empfiehlt es sich das Fell etwas zu kürzen. Dies sollte aber nicht zu kurz sein, denn das Fell schützt auch vor der Sonne.

7. Tiere nicht im Auto zurücklassen

Lassen Sie Ihr Haustier auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Auto zurück. Oft werden Hunde im Auto zurückgelassen, während ein paar Besorgungen erledigt werden. Dies kann sehr schnell sehr kritisch werden. Da Hunde Hitze durch Hecheln nur wenig regulieren können, erleiden sie schnell einen Hitzeschlag und schweben in Lebensgefahr.

Und schließlich: Klimakrise bekämpfen

Wir müssen unser Möglichstes tun, um die Erderhitzung aufzuhalten. Gleichzeitig sind wir in Deutschland vielerorts nicht auf die Folgen der Klimakrise vorbereitet. Wälder wie der Harz leiden unter den Klimafolgen, in der Landwirtschaft erschweren die veränderten Wetterbedingungen die Lage und Menschen in Städten finden wenig Schutz vor der Hitze. Bäume, Grünanlagen, Wasser und hitzeabweisende Gebäude werden in wenigen Orten systematisch entwickelt. Stattdessen bekommen Autos viel Raum. Ausgerechnet Straßen und Parkplätze aber heizen ihre Umgebung ganz besonders auf, wie Wärmebildaufnahmen von Greenpeace Investigativteam zeigen. Die Klimakrise verstärkt die Zahl extrem heißer Tage. Daher schützen wir Tiere langfristig am besten, indem wir als Menschen mehr Klimaschutz betreiben.

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