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Tucan im Amazonas
© Leandro Cagiano / Greenpeace

Der Amazonas Regenwald

 

 

Der größte noch intakte tropische Regenwald ist der südamerikanische Regenwald, der sich entlang des größten Flusses Amazonas erstreckt: der Amazonas-Regenwald. Er ist halb so groß wie die Vereinigten Staaten von Amerika und Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Hier leben beispielsweise Jaguare,  Faultiere und Tukane.

Tropische Regenwälder gibt es in dem Gebiet, das sich entlang des Äquators etwa zwischen dem 10. südlichen und dem 10. nördlichen Breitenkreis wie ein Gürtel um die Erde legt. Diese Wälder wachsen in flachen Gegenden, aber auch in bergigen Höhen. Im tropischen Regenwald gibt es keine ausprägten Jahreszeiten. Zwölf Monate lang liegt dort die Temperatur gleichbleibend etwa zwischen 25 und 30 Grad Celsius. Die Bäume können sehr gleichmäßig wachsen und haben keine Jahresringe wie zum Beispiel in unseren Gegenden. Dort wachsen zum Teil Bäume, die eine Höhe von 70 Metern erreichen und mit ihrem Blattwerk kleineren Bäumen und Pflanzen das Licht nehmen.

Da die Sonne nahe am Äquator immer recht steil über den Wäldern steht, geben die Pflanzen, um sich zu kühlen, Feuchtigkeit ab. Diese Feuchtigkeit steigt als Wasserdampf über die Wälder auf. Dort kühlt sie ab, wobei der Dampf sich in Wasser verwandelt und als Regen wieder auf den Wald niedergeht. In tropischen Regenwäldern regnet es sehr viel und regelmäßig, in manchen Regionen zu bestimmten Zeiten auch stärker als zu anderen. 
In den Millionen Jahren, die Tropenwälder existieren, haben auch die Pflanzen und Tiere in den unteren Bereichen des Regenwaldes Möglichkeiten gefunden, mit sehr wenig Licht auszukommen.

Die Tier- und Pflanzenwelt der tropischen Regenwälder ist faszinierend perfekt aufeinander eingespielt. So sind tropische Regenwälder Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten geworden, von denen man bis heute wahrscheinlich erst 20 Prozent entdeckt hat, sogar auch noch weniger! Wissenschaftler schätzen übrigens, dass mehr als die Hälfte aller weltweit an Land lebenden Tiere in tropischen Regenwäldern beheimatet ist.  Wie so viele Urwälder ist auch der Amazonas Regenwald in Gefahr: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat öffentlich klargemacht, dass ihm der Erhalt des Waldes kaum am Herzen liegt. Zu wertvoll sei der Amazonas-Regenwald für die wirtschaftlichen Interessen des Landes. So wird der Regenwald besonders den Interessen der Holz-und Sojaindustrie geopfert. 

Die Regenwaldzerstörung bedroht Menschen, Tiere und das Klima

Die Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes gefährdet nicht nur viele Tier- und Pflanzenarten, sondern auch indigene Gemeinschaften, die in den Amazonas-Waldgebieten leben. Über 300 indigene Stämme, sagen Forscher:innen, sollen im größten zusammenhängenden Regenwaldgebiet der Erde zu Hause sein. Manche von ihnen hatten noch nie Kontakt zu Menschen, die außerhalb des Waldes leben. Ihre respektvolle Art mit der Natur zu leben, hat ihre Wälder gesund gehalten. Obwohl viele der indigenen Gebiete offiziell unter Schutz stehen, schlagen die Holzhändler:innen auch hier zu. Häufig drohen sie den Menschen Gewalt an, um an ihre Gebiete zu kommen oder versuchen sie durch Feuer von ihrem Land zu vertreiben.

Greenpeace unterstützt die indigenen Gemeinschaften in ihrem Kampf gegen die kriminellen Machenschaften. Gemeinsam fordern sie mit Greenpeace, dass die Regierung ihre Rechte respektiert und entschlossen gegen die Landdiebe und Waldzerstörer vorgeht.

 

X01001_Amazonas_Sonstiges_Malbu.pdf

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