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Der Walfang ist auf internationaler Ebene mit der Lebensmittelindustrie verzahnt. Der Eigner der japanischen Walfangflotte gehört zu einem Drittel dem japanischen Lebensmittelriesen Nissui. Nissui besitzt Anteile anderer Unternehmen, zum Beispiel Sealord und JP Klausen, der in Europa Nestlé, Unilever und Heinz beliefert. In Argentinien hat die Firma Pesquera Santa Elena nach Protestaktionen bereits ihren Vertrag mit Nissui gekündigt.

Das Sterben der Wale erscheint selbst unter kommerziellen Gesichtspunkten sinnlos. In Japans Warenhäusern stapeln sich die Walfleischvorräte. 4.800 Tonnen sind eingelagert. Damit hat sich die Zahl innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Eine 2002 geführte Umfrage hat ergeben, dass nur vier Prozent der japanischen Bevölkerung regelmäßig Walfleisch essen. Trotzdem wird die Walfangindustrie durch Steuergelder subventioniert.

{image}Das Kollabieren des Absatzmarktes für Walfleisch und die steigenden Walfleischvorräte verdeutlichen, dass mit Walfleisch kein gutes Geschäft zu machen ist, sagt Shane Rattenbury, Leiter der Greenpeace-Aktion im Südpolarmeer. Über die nächsten Monate werden wir weltweit die Verbraucher dazu auffordern, den Unternehmen das klarzumachen. Nicht jeder kann uns auf hoher See unterstützen, die Wale zu verteidigen, aber jeder kann uns auf der Straße unterstützen!

Die japanische Fischereibehörde (FAJ) und das Institut für Meeresforschung (ICR) machen aus dem 1982 verabschiedeten Moratorium zum Schutz der Wale eine Farce. Das Moratorium beinhaltet ein Verbot des kommerziellen Walfangs. Obwohl das erbeutete Walfleisch auf japanischen Delikatessmärkten landet, behauptet das ICR standhaft, der Walfang diene ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Seit 1994 ist das Südpolarmeer international als Walschutzgebiet anerkannt.

Die Aktion zum Schutz der Wale im Südpolarmeer ist der erste Teil der Greenpeace-Kampagne SOS Weltmeer. Die Esperanza ist Stützpunkt des Projekts, das sich für ein Netz von Meeresschutzgebieten einsetzt. Diese Parks sollen bedrohte Tierarten vor industrieller Ausbeutung und Zerstörung schützen und 40 Prozent des Weltmeeres umfassen. Nur so kann es sich nachhaltig erholen.

Wahrscheinlich sind bereits 75 Prozent der internationalen Fischfanggebiete nahezu leer gefischt. Überfischung und Piratenfischerei haben auch Afrikas Westküste in starke Mitleidenschaft gezogen. Die Esperanza wird daher Kapstadt in Richtung auf die illegalen Fischfanggebiete verlassen. Dort wird sie versuchen, Piratenfischer bei der Arbeit zu behindern.

  • Shane Rattenbury wird von Journalisten befragt

    Shane Rattenbury wird von Journalisten befragt

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