Skip to main content
Jetzt spenden
Norwegian whaler blockade

Norwegen bleibt bei seiner hohen Walfangquote

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Seit Norwegen seinen Walfang im Jahr 1993 wieder aufgenommen hat, wurden die festgesetzten Fangquoten fast nie ausgeschöpft. Dass die norwegische Regierung trotzdem so beharrlich am Walfang festhält, ist eine rein symbolische Handlung und politische Taktik. Sie vermittelt der walfangtreibenden Küstenbevölkerung den Anschein, dass ihre Anliegen auf höchstem Niveau unterstützt und diskutiert werden.

Tatsächlich dient das Festhalten am Walfang als Deckmantel, um die eigentlichen und sehr viel schwierigeren Meeresthemen zu verschleiern. So können dringende Themen aus dem Fokus der Diskussion und Öffentlichkeit genommen werden: die Reduzierung von Fangkapazitäten in der Tiefseefischerei, effektive Kontrollen der Piratenfischer, das Beachten und Befolgen von wissenschaftlichen Empfehlungen für Fischfangquoten und die Notwendigkeit, Meeresschutzgebiete einzurichten.

Der Walfang beschäftigt in Norwegen gerade noch rund 100 Personen pro Jahr und ist wirklich nur ein marginales finanzielles Geschäft. Zum Vergleich: Seit Norwegen 1993 den Walfang wieder aufgenommen hat, haben jedes Jahr durchschnittlich 800 Fischer ihren Arbeitsplatz in der Fischerei verloren.

Die letzten Jahre haben bewiesen, dass es keinen Markt mehr für Walfleisch gibt. Norwegen sollte sich ein Beispiel an Island nehmen. Es sollte diesen politisch motivierten Walfang endlich stoppen und mehr Einsatz und Engagement im Umgang mit den wirklichen Herausforderungen in der Meeres- und Fischereipolitik zeigen.

Mehr zum Thema

"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren
Eine stattliche Tristan Languste auf einem der Hänge des Tiefseebergs Vema, der mit Algen, Weichkorallen, Hydroiden, Bryozoen (Moostieren) und bunten Schwämmen bedeckt ist.

Tiefseeberg Vema: Artenvielfalt im Atlantik

  • 21.04.2022

Das Greenpeace-Aktionsschiff Arctic Sunrise hat bei einer Expedition zum Tiefseeberg Vema große Artenvielfalt und überraschende Forschungsergebnisse entdeckt.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 18.03.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Geschichtsträchtig – wenn es klappt!

mehr erfahren
Chinstrap Penguins in Antarctica

Naturparadies Antarktis

  • 07.01.2022

Die Antarktis ist ein extremer Lebensraum mit einzigartiger Flora und Fauna. Greenpeace untersucht auf einer neuen Expedition die Folgen der Klimakrise und schützenswerte Lebewesen am Meeresgrund.

mehr erfahren
Baby Sea Turtle and Plastic on Bangkuru Island, Sumatra

Plastik im Meer

  • 06.01.2022

Jede Minute gelangt auf der ganzen Welt Plastik in der Größe einer Müllwagenladung in die Ozeane. Die Weltmeere leiden zunehmend darunter – sie sind zur Mülldeponie geworden.

mehr erfahren
Adeliepinguine in der Antarktis

Hängepartie fürs ewige Eis

  • 29.10.2021

Die Antarktis-Kommission CCAMLR versagt wieder beim Antarktis-Schutz.

mehr erfahren