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2004 wurden an den britischen Küsten 782 gestrandete Delfine und Wale gefunden. Laut Richard Sabin vom National Historic Museum, das die Studie durchgeführt hat, entspricht diese Zahl aber nur etwa 10 Prozent der Gesamtzahl der Tiere, die durch die brutalen Fangmethoden getötet werden.

Gefahr für Delfine durch Gespann-Fischerei

Insbesondere der Gespann-Fischerei, bei der zwischen zwei Booten angebrachte riesige Netze durchs Meer gezogen werden, fallen viele Delfine und Wale zum Opfer. Die Tiere folgen auf der Suche nach Nahrung den Fischen und verfangen sich dabei in den Netzen.

Die Gespann-Fischerei findet von November bis April statt. Genau in dieser Zeit ist auch die Zahl der gestrandeten Tiere am größten. Die Tiere ertrinken beim Versuch, sich zu befreien. An den Kadavern sind häufig die typischen schweren Verletzungen durch die Netze zu sehen.

Militärsonare im Verdacht

Als weiteren Grund für die Strandung vieler Delfine nennt Sabin Militärsonare. Bei den Tieren wurden Anzeichen der Taucherkrankheit beobachtet, die von Militärsonaren hervorgerufen werden kann. Durch den von Menschen verursachten Lärm im Meer werden die Tiere an Land getrieben.

Seit geraumer Zeit weisen wir darauf hin, dass von der ungeheuren Lärmbelastung in den Meeren eine Gefahr für die Meerestiere ausgeht, sagt Andrea Cederquist, Meeresexpertin bei Greenpeace. Für die Tiere bedeutet ihr Einsatz einen qualvollen Tod. Dem muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.

Greenpeace im Namen der Delfine unterwegs

Greenpeace ist zurzeit mit dem Schiff Esperanza in den Gewässern des Ärmelkanals unterwegs, um die Aktivitäten der Gespann-Fischtrawler zu dokumentieren und gegen das sinnlose Delfinsterben vorzugehen. Die Tiere sind bereits vom Aussterben bedroht. (us)

Auf der Seite von Greenpeace Großbritannien finden Sie Hinweise (auf Englisch), was Sie gegen das Delfinsterben tun können. Dort finden Sie zum Beispiel die Vorlage für ein Protestfax an den EU-Fischereikommissar Joe Borg.

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