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Die diesjährige Forderung von ICES nach einem vollständigen Stopp des Kabeljau-Fangs in der Nordsee, der Irischen See und westlich von Schottland enthüllt das klägliche Scheitern aller bisherigen EU-Bemühungen, die Fischbestände in Nord- und Ostsee zu verbessern.

Die Situation ist dramatisch und die Versprechungen der EU-Fischereiminister, die Kabeljaubestände durch Wiederauffüllungs- und Bewirtschaftungspläne um 30 Prozent zu erhöhen, haben sich als gescheitert heraus gestellt. Nun hat sich erwiesen, dass die in den vergangenen Jahren festgelegte Quote von 27.000 Tonnen Kabeljau zu hoch angesetzt wurde. Hinzu kommen jährlich weitere rund 43.000 Tonnen Kabeljau, die als Beifang in den Netzen landen und eine gewaltige Menge, die illegal angelandet wird.

Es wäre katastrophal, wenn die Empfehlungen der Wissenschaftler auch in diesem Jahr wieder von den Politikern in Brüssel missachtet werden. Die absurden Kompromisse der EU-Fischereiminister müssen aufhören. Der Fischereiministerrat muss bei seiner nächsten Sitzung im Dezember seiner Verpflichtung zur Vorsorge und Aufrechterhaltung des Ökosystems nachkommen. Fangmengen müssen so gewählt werden, dass genügend Fisch für einen stabilen Bestand übrig bleibt. In den Meeren müssen Schutzgebiete ausgewiesen werden, damit sich die von der Fischerei zerstörten Gebiete wieder erholen können. Wenn die Fischer auch künftig etwas fangen und verkaufen wollen, brauchen sie gesunde Meere mit genügend Fisch.

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