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Greenpeace und die Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) begrüßten die Entscheidung. Nicolas Entrup von der WDCS rief die EU-Fischereiminister auf, dem Delfinsterben nicht länger tatenlos zuzusehen, sondern endlich zu agieren. In manchen Gebieten fallen jedes Jahr fünf Prozent der Schweinswal- und Delfinpopulationen zerstörerischen Fischereimethoden zum Opfer. Experten betrachten schon ein Prozent als bedenklich für den Fortbestand der Arten.

Das Greenpeace-Schiff Esperanza patrouilliert seit dem 20. Januar in britischen Gewässern. Mit an Bord sind Wissenschaftler der WDCS. Allein zwischen dem 6. und 8. Februar entdeckte das Team sieben tote Delfine in der Nähe von Schleppnetzfischern. Sechs der Kadaver konnten sie bergen und untersuchen. Alle Tiere wiesen typische Verletzungen für den Tod in Fischernetzen auf: Schnittwunden an den Flossen und am Maul.

Greenpeace-Meeresexperte Thomas Henningsen befürchtet, dass die jetzt beschlossenen Maßnahmen allein den qualvollen Tod von Tausenden Kleinwalen und Delfinen nicht verhindern können. Zusätzlich müssen Fischereigebiete geschlossen und weitere Fischereimethoden, die zu hohem Beifang führen, verboten werden.

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