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Siegel "Ohne Gentechnik"
www.ohnegentechnik.org

Siegel kennzeichnet gen-freie Produkte

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Kennzeichnung ist gut für den Verbraucher, sagt Alexander Hissting von Greenpeace. Jahrelang hat die Industrie Versuche für eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Gentechnik abgewehrt. Jetzt kann der Verbraucher mit seiner Auswahl im Supermarkt bewusst Einfluss nehmen auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Bundestag und Bundesrat haben die gesetzliche Grundlage für eine freiwillige Lebensmittelkennzeichnung Ohne Gentechnik im Februar 2008 verabschiedet. Im Mai 2008 trat sie in Kraft. Im August 2009 gab Ministerin Aigner ein einheitliches Logo heraus - für Lebensmittel, bei deren Produktion die strengen ohne Gentechnik-Regeln eingehalten wurden.

Für den Agrarökonomen und Gentechnikexperten Hissting ist das Siegel allerdings nur die zweitbeste Lösung. Noch besser wäre ein verpflichtendes Zeichen Mit Gentechnik für Milch, Eier und Fleisch, wenn die Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden. Gekennzeichnet werden müsste in allen Fällen, in denen die Anwendung von Gentechnik auf dem Acker ökologische oder gesundheitliche Risiken birgt.

Genau das möchte der Bundesverband der deutschen Ernährungsindustrie verhindern. Er fordert lautstark, die Gentechnik-Kennzeichung viel weiter auszudehnen. Sie soll auch jene Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln umfassen, die ihrerseits mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt worden sind. Käme der Verband mit dieser Forderung durch, müssten bis zu achtzig Prozent aller Lebensmittel gekennzeichnet werden.

Ein perfider Schachzug, sagt Hissting. Man bricht nur scheinbar eine Lanze für mehr Transparenz im Supermarktregal. So soll vorgegaukelt werden, dass alle längst am Tropf der Gentechnik hängen. Damit soll der Gentechnik im Essen erst der Weg geebnet werden, obwohl die meisten Verbraucher sie nicht auf dem Acker und im Essen wollen. Greenpeace fordert, die Verbraucher nicht auf diese üble Weise auszutricksen.

Lesen Sie auch Gen-Kennzeichnung: Nebelwerfen statt Transparenz? im Greenpeace-Blog.

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