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Bei dem Gen-Mais des Agrar-Konzerns Monsanto handelt es sich um eine Pflanze mit eingebautem Insektengift. Bereits 2004 berichtete eine französische Tageszeitung über mögliche Organschäden und Veränderungen im Blutbild der gefütterten Ratten. Trotzdem ließ die Europäische Kommission den Mais zwei Jahre später als Lebens- und Futtermittel zu.

Greenpeace und französische Wissenschaftler veröffentlichen im März 2007 die erste unabhängige Auswertung der Fütterungsversuche mit MON863. Die wissenschaftliche Studie zeigt, dass die Ratten Schäden an Nieren und Leber erlitten. Der Fall MON863 zeigt wie skrupellos Biotech-Konzerne wie Monsanto agieren, um ihre Gentech-Konstrukte zur Zulassung zu bringen. Selbst potenzielle Schäden für Tier, Mensch und Umwelt werden offenbar in Kauf genommen, so Steffen Nichtenberger, Gentechnik-Experte bei Greenpeace Österreich.

Während Österreich die Gesundheit der Verbraucher und den Schutz der Umwelt an erste Stelle stellt, ignoriert Deutschlands Verbraucherminister Horst Seehofer die Risiken des Gen-Maises. Aus Gründen der Vorsorge sollte der Gen-Mais auch in Deutschland nicht als Lebensmittel oder Tierfutter verwendet werden. Verbraucherminister Seehofer sollte sich ein Beispiel an unserem Nachbarland nehmen und ebenfalls den Import des riskanten Gen-Maises verbieten,fordert Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace.

Auch in einem anderen Fall hinkt Deutschland hinterher: Während österreichische Landwirte nicht den umstrittenen Gen-Mais MON810 anbauen, darf er in Deutschland weiterhin wachsen. Auch diese genmanipulierte Pflanze produziert ein Gift, das zahlreiche Tierarten schädigen kann. Während der Gen-Mais MON810 deshalb in Österreich, Frankreich, Griechenland, Polen und Ungarn nicht angebaut werden darf, schützt Seehofer weiterhin die Interessen der Gentechnik-Industrie, so Brendel.

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