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Gentechnik-Aktion vor dem WTO-Hauptquartier
© David Adair

Monsanto + WTO = Umweltdesaster

WTO 2003

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Am Freitag haben Greenpeace-Aktivisten in Manila vor der philippinischen Firmenzentrale des US-Agro- und Gentechnik-Konzerns Monsanto protestiert. Auf Transparenten stellten sie die Gleichung auf: Monsanto + WTO = Umweltzerstörung. Anlass: Auf den Philippinen beginnt der Verkauf von gentechnisch verändertem Bt-Mais. Damit steigert der Gentechnik-Gigant die Gefahr der genetischen Verunreinigung von traditionellen Maissorten.

Der Anbau des Gen-Mais bedroht bislang gentechnikfreie Felder. Auf den Philippinen sind Bauernhöfe klein und liegen nah beieinander. Ohne die notwendigen Abstände zwischen den Äckern kann eine Kontamination und ungewollte Ausbreitung nicht verhindert werden.

Schlechte Erfahrungen hat man damit in Mexiko gesammelt: Die dortige Regierung berichtete im letzten Jahr, dass bei 15 von 22 Gemeinden die Maisfeldern durch den Gen-Mais verunreinigt wurden. Trotz der in Mexiko nachgewiesenen Verdrängung von traditionellen Maissorten durch die Gen-Sorten, darf Monsanto seine Produkte nun auf den Philippinen absetzen - dank der Welthandelsorganisation (WTO).

Die WTO bestärkt US-Unternehmen wie Monsanto darin, mit Hilfe der Gentechnik Kontrolle über unsere genetischen Ressourcen zu erlangen, sagt Beau Baconguis, Gentechnikexperte von Greenpeace. Die WTO ist ein geeignetes Werkzeug der US-Unternehmen, um gegen den Widerstand der Verbraucher Gen-Pflanzen in Entwicklungsländern durchzusetzen. Der Monsanto-Konzern ist für den Anbau von mehr als 91 Prozent aller Gen-Pflanzen weltweit verantwortlich. (nic)

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