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Der Gen-Weizen von Monsanto ist der erste seiner Art weltweit. Das Getreide wurde unempfindlich gegen das Monsanto-eigene Totalherbizid RoundupReady gemacht und soll die Unkrautkontrolle für die Bauern vereinfachen, so der Konzern. Neben dem Doppelverdienst an Weizen und Unkrautkiller hofft Monsanto aber auch, damit die Tür zum lukrativen Weizenmarkt aufzustoßen. Weizen zählt zu den drei wichtigsten Nahrungsmitteln der Menschheit und hat weltweit die größte Anbaufläche aller Nutzpflanzen.

Allerdings stößt der Gentech-Weizen in aller Welt auf Widerstand, sogar in den USA und Kanada. Dort warnen Verbraucherschützer vor den unabsehbaren Langzeitfolgen für die Gesundheit und die Umwelt. Mit Gen-Weizen hat das Problem von Gentechnik im Essen eine ganz neue Dimension erreicht. Waren es bislang Gen-Pflanzen, die als Tierfutter dienen oder nur hochgradig aufbereitet zum Menschen gelangen, käme Gen-Weizen so gut wie unverarbeitet direkt auf den Teller, warnt Ulrike Brendel, Gentechnikexpertin bei Greenpeace. Kein Wunder also, dass in Europa, Afrika, Amerika und Asien, in Japan, Deutschland und Kanada der Widerstand bei Importeuren, Müllern und Verbrauchern wächst. Keiner will den Gen-Weizen haben. Der kanadische Weizen-Verband schätzt, dass 82 Prozent der Übersee-Käufer den Gentech-Weizen nicht abnehmen werden. (mir)

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