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Sabine Moeller / Greenpeace

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Die Molkerei wird bei Schwarzwälder Weidemilch in Zukunft keine Milch mehr von Kühen verarbeiten, in deren Futter Gen-Pflanzen zu finden sind. Greenpeace hat gemeinsam mit zahllosen Verbrauchern seit Jahren daran gearbeitet, die Freiburger Molkerei zu diesem Schritt zu bewegen. Dafür wurden unzählige E-Mails, Protestpostkarten und Briefe an Breisgaumilch geschickt.

Die Verbraucher sprechen sich mit großer Mehrheit für gentechnikfreie Lebensmittel aus, eine Produktion ohne Gentechnik ist machbar, was liegt für die Breisgaumilch näher als auch Milch ohne Gentechnik zu produzieren, begrüßt Alexander Hissting, Landwirtschafts-Experte bei Greenpeace, den Schritt der Breisgaumilch. Mit der Umstellung der Schwarzwälder Weidemilch auf eine Produktion ohne Gentechnik sei ein erster wichtiger Schritt getan. Jetzt dürfe die Molkerei allerdings den Rest der Milchproduktion nicht aus dem Auge verlieren.

In Deutschland werden allerdings auch weiterhin noch immer viele Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert. Müller Milch (Weihenstephan), Humana Milchunion, Hochwald und Bärenmarke gehören dabei zu den größten Gen-Milch-Produzenten. Aber auch regionale Molkereien wie Allgäuland zählen dazu.

Nach der Umstellung der Landliebe Milchproduktion im Oktober 2008 und der aktuellen Ankündigung der Breisgaumilch gerät die Molkereibranche allerdings weiter unter Zugzwang endlich ihre Blockadehaltung bei der gentechnikfreien Milchproduktion aufzugeben.

Eine im November veröffentlichte Umfrage im Auftrag von Greenpeace zeigt, dass Gen-Milch bei Deutschlands Verbrauchern extrem unbeliebt ist. Rund 85 Prozent der Befragten wollen, dass Milchkühe kein gentechnisch verändertes Futter erhalten. Zwei Drittel würden sich, wenn sie die Wahl hätten, für das Produkt mit dem Hinweis ohne Gentechnik entscheiden. Und 80 Prozent der Verbraucher wären bereit, für Milchprodukte ohne Gentechnik mehr als bisher zu zahlen.

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