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Vertragslandwirte des niederländischen Mutterkonzerns Campina bauen zum Teil auch den umstrittenen Gen-Mais MON810 in Deutschland an. Nachdem Greenpeace Gen-Mais auf dem Acker von Campina-Vertragslandwirten und Gen-Futter im Trog von Kühen entdeckt hatte, bestätigte der Konzern zwar den Anbau und die Verfütterung von Gen-Pflanzen. Bislang weigert er sich aber, auf Gentechnik zu verzichten.

Campina will den Protest gegen Gen-Pflanzen offenbar aussitzen, sagt Alexander Hissting, Gentechnikexperte von Greenpeace. Dabei scheint es dem Konzern gleichgültig zu sein, dass er gegen die Interessen der Verbraucher verstößt. Campina sollte besser dem Beispiel anderer Molkereien folgen und Gentechnik im Futtertrog und auf dem Acker ausschließen.

Die Fütterung der Milchkühe lässt sich ohne Probleme umstellen: Soja ohne Gentechnik kann eingeführt werden, in Deutschland wird Gen-Mais ohnehin nur auf einer verschwindend kleinen Fläche angebaut. Der umweltfreundlichste Weg ist allerdings, auf Importfutter zu verzichten und heimische Eiweißplanzen und Gras sowie Heu zu füttern.

Die unerkannte Verwendung von Gentechnik bei der Herstellung von Milchprodukten ist auf eine Lücke im Gesetz zurückzuführen. So müssen zwar Lebensmittel gekennzeichnet werden, die direkt genmanipulierte Zutaten enthalten. Doch bei Milch, Eiern und Fleisch von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert werden, muss es keine entsprechenden Hinweise geben.

Die neue Auflage des Greenpeace Ratgebers Essen ohne Gentechnik informiert darüber, welche Hersteller auf die Verfütterung von Gen-Mais und Gen-Soja verzichten. Mit einer beigefügten Aktionspostkarte können Verbraucher gegen die Molkereiriesen protestieren, die Gentechnik verwenden.

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