Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Ziel der Universität war es, wie schon in den USA, Japan und einigen europäischen Staaten, auch in Kanada den besonderen Rechtschutz für ihre so genannte Oncomouse sowie alle ihre Nachfahren zu erlangen. Die gentechnisch veränderten Mäuse spielen eine bedeutende Rolle in der Krebsforschung. Die Universität hätte mit dem Patent Einfluss auf die Forschung nehmen können.

Mit 5 gegen 4 Stimmen entschieden die Richter am Supreme Court, dass das kanadische Patentgesetz von 1869 nicht dazu geschaffen wurde, auf höhere Lebensformen wie Mäuse angewendet zu werden. Greenpeace begrüßte die Entscheidung des Gerichts. Der Beschluss sei im besten Interesse der Öffentlichkeit und der gesamten Umwelt. Lebewesen sind keine Glühbirnen und Säugetiere keine Maschinen, sagte Joanne Dufay von Greenpeace Canada. Das Urteil ist ein Sieg für das Leben. Das kanadische Parlament muss dem Druck widerstehen, der jetzt zweifellos durch die Gentech-Industrie ausgeübt wird.

Der Supreme Court hat empfohlen, die Sache dem Parlament vorzulegen. Die Harvard-Universität hat bereits gefordert, dass die Parlamentarier das Patentgesetz noch einmal genau unter die Lupe nehmen. Vertreter der Biotechnologie-Industrie sehen schon das Ende aller Forschung bevorstehen. Dieser Beschluss stoppt unseren Wissenserwerb und jede Innovation, sagte Janet Lambert von BIOTECanada, der nationalen Biotech-Handelsvereinigung. Der Chef der staatlichen Wissenschaftsförderung hingegen sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass negative Folgen für Kanada noch gar nicht zu erkennen seien.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/sos-tierwohl

SOS Tierwohl!

SOS Tierwohl! Bundesernährungsminister Alois Rainer (CSU) ist gerade dabei, viele Tierwohl-Fortschritte abzuschaffen. Bitte setz dich gegen diese Billigfleisch-Politik ein und unterzeichne die Petition

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Pigs in Factory Farming in Germany

Mehr zum Thema

Ohne Gentechnik-Logo auf abgepacktem Fleisch

Neue Gentechnik: Positionen des Lebensmittelhandels

Geplante EU-Regeln gefährden die gentechnikfreie Landwirtschaft in Europa. Das hätte auch Auswirkungen auf Verbraucher:innen. Greenpeace hat die Positionen des Lebensmittelhandels abgefragt.

mehr erfahren über Neue Gentechnik: Positionen des Lebensmittelhandels
Gemüse und Obst in Deutschland

Erwartungen an die Agrarpolitik

Folgt auf drei verlorene Ampel-Jahre eine Agrarpolitik mit den Konzepten von gestern, bedroht das die Zukunft der Landwirtschaft. Umfrage zeigt: Politik sollte Verbraucher:innen mehr im Blick haben.

mehr erfahren über Erwartungen an die Agrarpolitik
Protest against Emissions from Dairies in Berlin

Für langfristig sichere Ernten

Immer häufiger bedroht Extremwetter bäuerliche Existenzen und unsere Lebensmittelversorgung. Wer klimabedingten Ernteausfällen mit mehr Gülle und Chemie begegnet, trägt nicht zur Lösung der Krise bei.

mehr erfahren über Für langfristig sichere Ernten
Gewinnerin Friederike

Bastelwettbewerb von Greenpeace und GEOLINO

Kühe gehören auf die Weide! Zu diesem Thema haben über 150 Kinder Klappkarten selbst gestaltet und gebastelt. Die Einsendungen sind so großartig, dass es uns total schwer gefallen ist, drei Gewinner:innen auszuwählen. Darum zeigen wir euch hier auch noch ein paar weitere tolle Bastelarbeiten.

mehr erfahren über Bastelwettbewerb von Greenpeace und GEOLINO
Traktor mit Schild auf der Straße: "Ampel-Irrsinn nicht auf dem Rücken der Bauern".

Proteste: Es geht um mehr als Agrardiesel

Trecker rollen durchs Land – nicht nur in Deutschland. Die Politik reagiert auf die Proteste und streicht Umweltschutzauflagen. Interview zu den Demos und einer Umverteilung von Geldern.

mehr erfahren über Proteste: Es geht um mehr als Agrardiesel
Treckerdemo, ein Trecker schert aus - auf der Frontschaufel ein Schild: Wir denken in Generationen für unsere Kinder!

„Es fehlt ein Masterplan für die Landwirtschaft“

Interview mit Landwirt und Agrarblogger Bernhard Barkmann über die Demonstrationen der Bäuer:innen, die Gefahr von rechts und fehlende Zukunftsvisionen für den Sektor.

mehr erfahren über „Es fehlt ein Masterplan für die Landwirtschaft“