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Huhn im Tierpark Arche Warder
Sabine Vielmo/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die neue Kennzeichnung ist ein großer Gewinn für die Wahlfreiheit der Verbraucher und Verbraucherinnen. Der Großteil der angebauten Gen-Pflanzen landet im Futtertrog. Bisher kann der Verbraucher dies nicht erkennen. Er weiß nicht, wie Eier, Fleisch und Milch produziert werden. Jetzt hat er wenigstens die Möglichkeit zu sehen, welcher Hersteller auf Gen-Pflanzen im Tierfutter verzichtet.

Die Stimmen aus Industrie und Landwirtschaft, die jetzt laut gegen diese Kennzeichnung wettern und sich auf einmal als Verbraucherschützer aufspielen, sind verlogen. Weder die deutsche Futtermittelindustrie noch der Deutsche Bauernverband haben sich bisher für Transparenz bei der Gentechnik eingesetzt. Ihre einzige Sorge ist, dass sie ihr Gen-Futter nicht mehr loswerden. Die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher sind ihnen egal, genauso wie der Schutz von Mensch und Umwelt vor den Gefahren der Gentechnik.

Untergegangen in der Debatte um die neue Kennzeichnung ist der parallel laufende Prozess für ein neues Gentechnikgesetz. Noch im Januar will der Bundestag über ein neues Regelwerk für den Anbau von Gen-Pflanzen entscheiden, welches eine wirkliche Gefahr für Umwelt und Verbraucher darstellt: Das geplante Gesetz ist ein Angriff auf die Wahlfreiheit der Verbraucher. So reichen Abstände von 150 Metern zwischen Gen-Feldern und konventionellen Äckern nicht aus, um Verunreinigungen mit Gen-Pollen zu vermeiden. Dadurch kommt es zu einer schleichenden Verunreinigung unserer Lebensmittel. Zudem werden Verunreinigungen unter 0,9 Prozent gar nicht geahndet.

Machen Sie mit: Landwirtschaftminister Horst Seehofer will sich mit der Kennzeichnung als Verbraucherschützer profilieren. Doch mit seinem Vorschlag für ein neues Gentechnikgesetz öffnet er der Gentechnik Tür und Tor. Fordern Sie die Fachausschüsse des Bundestages auf, sich für ein starkes Gentechnikgesetz einzusetzen. Den Link zur Mitmachaktion finden Sie unten.

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