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Der Handelsstreit schwelt seit rund fünf Jahren. In den USA werden gentechnisch veränderte Pflanzen längst großflächig angebaut. Um ihre Produkte auch in EU-Länder ausführen zu können, üben die US-Regierung und Konzerne wie Monsanto seit längerem mit der Androhung einer Klage Druck aus. Nach eigenen Angaben entgehen den US-amerikanischen Unternehmen jährlich rund 300 Millionen Dollar an Exporterlösen. Farmer klagen über massive Einkommensverluste. Die EU-Staaten, heißt es aus Washington, würden diffuse Verbraucherängste über wissenschaftliche Studien stellen.

Die EU-Kommission bedauerte die US-Entscheidung als unnötig. Handelskommissar Pascal Lamy erklärte, die EU-Regeln zu genetisch manipulierten Organismen entsprächen den WTO-Richtlinien. Sie seien klar, transparent und nicht diskriminierend. Es gebe deshalb keinen Fall, den die WTO untersuchen müsse. Weiter hieß es aus Brüssel, der Grund für die niedrigen Exportraten der US-Unternehmen sei die fehlende Nachfrage nach Gen-Produkten in Europa.

Kritik am US-amerikanischen Vorstoß kam auch von Verbraucher- und Umweltverbänden. Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte bei Greenpeace, erklärte: Die US-Regierung macht sich zum Gehilfen von Gen-Konzernen wie Monsanto und versucht den europäischen Verbrauchern Gentechnik-Produkte aufzuzwingen. Damit soll der EU-Markt für US-Gen-Lebensmittel geknackt werden. Dieser Versuch wird nur zu einer stärkeren Ablehnung führen. Die große Mehrheit der Verbraucher lehnt Gentechnik in Lebensmitteln ab. Die europäischen Gremien müssen die Interessen der Verbraucher weiter vertreten und an ihrem Kurs festhalten.

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