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Blühender Raps
© Bernhard Nimtsch/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Über 300 Proben Raps-Saatgut wurden von den Ländern untersucht, nicht eine einzige von ihnen war gentechnisch verunreinigt. 2010 waren noch rund 1 Prozent der Proben gentechnisch verunreinigt. Die aktuellen Analyseergebnisse zeigen, dass die konsequente Reinhaltung von Saatgut möglich ist, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. Dies wird jedoch von der Saatgutindustrie häufig bestritten, die eine Aufweichung der Nulltoleranz fordert und Grenzwerte für erlaubte gentechnische Verunreinigungen einführen will.

Dirk Zimmermann, Gentechnikexperte von Greenpeace entgegnet: Die Reinhaltung des Saatgutes von gentechnischen Verunreinigungen ist im deutschen und europäischen Recht vorgeschrieben. Mit ihren Forderungen nach Aufweichung der Nulltoleranz sucht die Industrie nach einer Möglichkeit, dem Verbraucher Gentechnik aufzuzwingen.

Raps-Saatgut frei von Gentechnik zu halten, sei jedoch nicht nur eine Frage umfassender Kontrollen. So kreuzt Raps sehr viel leichter aus als etwa Mais - die nötige Sicherheit biete daher nur ein Anbauverzicht für Gen-Raps. In Europa sind zurzeit keine Gen-Rapssorten für den Anbau zugelassen. Wie wichtig die Reinhaltung unseres Saatguts ist, erklärt Plagge: Gentechnikfreies Saatgut ist die Basis unserer Produktionskette und genau hier muss konsequent jegliche gentechnische Verunreinigungen vermieden werden.

Greenpeace und Bioland fordern von den Bundesländern, Saatgut stärker zu überprüfen, damit die Saatgutfirmen ihre Qualitätssicherung beim Saatgut weiter verbessern. Und sich der Saatgutskandal aus dem Jahr 2007 nicht wiederholt: Damals war in Deutschland Saatgut verkauft worden, welches mit illegalem Gen-Raps verunreinigt war.

In der Tabelle unten finden Sie die Untersuchungsergebnisse von Rapssaatgut.

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