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Greenpeace möchte durch die Klage Akteneinsicht bei der Landesregierung bekommen, Die Geheimhaltung der Gen-Maisfelder soll beendet werden. Daran sind vor allem Landwirte und Imker interessiert. Sie sind von der Verheimlichung der umstrittenen Felder besonders betroffen. Außerdem verstößt die Geheimniskrämerei gegen geltendes EU-Recht und das geplante neue Gentechnikgesetz.

Die Landesregierung deckt die Geheimniskrämerei um den Gen-Mais und ruiniert so den Ruf Sachsen-Anhalts, erklärt Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte von Greenpeace. In diesen Tagen blüht der genmanipulierte Mais und es kann zum Pollenflug auf benachbarte Flächen kommen. Zusätzlich können die Pollen durch Insekten kilometerweit transportiert werden.

Zweifel an der Behauptung der Landesregierung, nichts zu wissen, sind angebracht: Obwohl der Geschäftsführer des Projektbetreibers Innoplanta, Dr. Uwe Schrader, als Parteifreund von FDP-Wirtschaftsminister Horst Rehberger im Parlament sitzt, behauptet die Regierung, die genaue Lage der Gen-Mais-Felder nicht zu kennen, sagt Strodthoff. Diese Behauptung wollen wir gerichtlich überprüfen lassen.

Eine solche Überprüfung wäre mit dem geplanten Gentechnikgesetz überflüssig. Es sieht vor, dass Gen-Pflanzen in einem öffentlichen Kataster registriert werden müssen. Und zwar schon drei Monate vor ihrer Freisetzung. Mit dieser Regelung können sich Landwirte und Imker besser vor ungewollten Gen-Verunreinigungen ihrer Ernte und Produkte schützen.

Das Gesetz wird voraussichtlich noch in diesem Jahr verabschiedet. Doch die sachsen-anhaltinische Regierung scheint lieber zu verheimlichen und zu verbergen: Sie bekämpft die Gesetzesnovelle im Bundesrat massiv.

In den vergangenen Wochen haben wir versucht, die Standorte von Gen-Maisfeldern herauszufinden. Es trafen Proben von Maispflanzen aus ganz Deutschland im Magdeburger Greenpeace-Büro ein und wurden dort auf Genmanipulation untersucht. Bislang ließen sie aber keine Rückschlüsse auf die geheim gehaltenen Gen-Pflanzenfelder zu. (mir)

Pochen Sie auf Ihr Recht! Stellen Sie bei Ihren Gemeindevertretungen einen Antrag auf Auskunftserteilung. Wie das geht, erfahren Sie auf unserer Seite: "Geheime Gen-Felder - was tun?"

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Lasse van Aken

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