Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der aufwändige und mit Steuergeldern unterstützte Erprobungsanbau von genmanipulierten Pflanzen war ein Flop für die Industrie. Viele Landwirte wollten an den Versuchen gar nicht teilnehmen. Zudem hat das Projekt keine neuen Erkenntnisse gebracht, es war letztlich eine große Werbekampagne der Industrie.

Die echten Probleme des Anbaus von Gen-Pflanzen lassen sich aber nicht einfach durch einen Werbefeldzug verdecken. Es ist längst bekannt, dass in den USA und in Kanada die Trennung von genmanipulierten und gentechnikfreien Pflanzen auf dem Acker, bei der Ernte und bei der Verarbeitung nicht funktioniert.

Wenn wir gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel wirklich schützen wollen, muss der großflächige Anbau der risikoreichen Gen-Pflanzen in Europa unterbleiben. Ein Nebeneinander von gentechnikfreier Landwirtschaft und massenhafter Freisetzung von Gen-Pflanzen ist schlichtweg unmöglich.

Da helfen auch keine '20-Meter-Abstände' zwischen Gen-Acker und gentechnikfreiem Feld. Diese Tatsache ist längst bewiesen - und einige Konzerne erkennen das. So hat Bayer aus seinem ernüchternden Erprobungsanbau in England die Konsequenzen gezogen und dort alle Anträge auf kommerziellen Anbau von Gen-Saaten zurückgenommen. (mir)

Mehr zum Thema

Lasse van Aken

Umsetzung der EU-Agrarreform – ein Kommentar

  • 16.12.2021

Der Bundesrat besiegelt die nationale Umsetzung einer EU-Agrarreform, die diesen Namen nicht verdient. Milliarden Steuergelder werden ziellos verschwendet. Was die neue Bundesregierung nun tun muss.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir - eine Analyse

  • 08.12.2021

Das Landwirtschaftsministerium steht nach fast zwei Jahrzehnten zum zweiten Mal unter grüner Leitung. Was nun zu tun ist - ein Interview mit Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren

Aussitzen statt Umsetzen

  • 05.08.2021

Seit 2005 führen Unionspolitiker:innen das Bundeslandwirtschaftsminsterium. Landwirt:innen, Klima und Umwelt sind die Verlierer:innen dieser Ära des Stillstands.

mehr erfahren

„Auf Biegen und Brechen“

  • 24.06.2021

Die EU-Förderpolitik müsste bäuerliche Betriebe auf die Herausforderungen durch Klima- und Artenkrise vorbereiten. In Brüssel und Berlin lässt man sie aber im Stich.

mehr erfahren
Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter

Klimaschutz als Chance

  • 11.05.2021

Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter über die Folgen des Klima-Urteils: Statt weiterer Verzögerungspolitik brauchen Landwirt:innen jetzt klare Vorgaben.

mehr erfahren