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Greenpeace begrüßt die Entscheidung der Agrarminister, Gen-Food zukünftig besser zu kennzeichnen, sagt Greenpeace-Gentechnikexperte Henning Strodthoff. Bundeslandwirtschaftsministerin Künast ist aufgefordert, die EU-Regeln schnell im neuen Gentechnikgesetz für Deutschland umzusetzen.

Bevor die beiden Entscheidungen rechtskräftig werden, müssen sie im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht werden und dann noch 20 Tage vergehen. Das wird voraussichtlich bis September der Fall sein. Dann bleiben noch maximal sechs Monate Zeit, in denen die Kennzeichnungsregeln national umgesetzt werden müssen.

Doch mit den nun in Brüssel getroffenen Entscheidungen sind noch lange nicht alle offenen Fragen der Gentechnik beantwortet. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass die Produkte traditionell oder ökologisch arbeitender Landwirte vor Verunreinigungen durch genmanipulierte Organismen geschützt werden, fordert Strodthoff. Dazu muss unter anderem geklärt werden, wer im Schadensfall haftet. Der EU-Agrar-Kommissar Franz Fischler wird am Mittwoch Vorschläge für den Schutz der gentechnikfreien Produktion vorlegen.

Der Schutz der Umwelt, der Verbraucher und der gentechnikfreien Landwirtschaft müssen absoluten Vorrang haben, sagt Strodthoff. Die große Mehrheit der Verbraucher will nach wie vor keine Gentechnik im Essen.

Greenpeace lehnt den Anbau von Gen-Pflanzen ab. Wer etwas anderes will, muss erklären, wie Umwelt, Verbraucher und Bauern vor Gen-Verunreinigungen geschützt werden sollen, fordert Strodthoff. Das gilt besonders für das konventionelle Saatgut. Hier brauchen wir ein Reinheitsgebot.  (mir)

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