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Fotomontage Milchcent
Greenpeace

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Der Cent macht's - Milch ohne Gentechnik, so lautet das Motto der Greenpeace-Mitmachaktion, die regional schon Ende November 2008 startete. Ab heute ist eine Teilnahme auch über unsere Internetseite möglich. Verbraucher schreiben an die Hersteller der Milchmarken Weihenstephan, Bärenmarke oder Allgäuland. Sie erklären ihre Bereitschaft, einen Cent mehr pro Liter Milch zu zahlen.

Hintergrund der Aktion: In Deutschland werden die meisten Kühe nach wie vor mit Futter aus genmanipulierten Pflanzen gefüttert. Auf gentechnikfreies Futter umzustellen, sei zu teuer, heißt es aus den Molkereien. Die Verbraucher würden die Milch dann nicht mehr kaufen.

Beides stimmt nicht. Ein Cent pro Liter Milch reicht aus, um die Mehrkosten für gentechnikfreies Tierfutter zu decken. Diesen Cent würden die meisten Verbraucher gern ausgeben. Eine repräsentative Greenpeace-Umfrage vom November 2008 hat das sehr deutlich gezeigt. 85 Prozent der Befragten lehnten Gentechnik in der Milchproduktion ab. 80 Prozent erklärten sich bereit, für gentechnikfreie Milch mehr als bisher zu zahlen.

Die Verarbeitung gentechnisch veränderter Zutaten fördert den weltweiten Anbau von Gen-Pflanzen und somit die damit verbundenen Gefahren, erklärt Greenpeace-Gentechnikexpertin Stephanie Töwe. Milch, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Pflanzen im Tierfutter hergestellt wurde, muss nicht gekennzeichnet werden. Die Verbraucher werden bewusst in Unkenntnis gelassen.

Molkereien wie Bärenmarke oder Weihenstephan, so Töwe, müssten jetzt beweisen, dass ihnen Verbrauchertransparenz wichtig sei und sie den Wunsch der Verbraucher nach gentechnikfreien Produkten ernstnähmen. Geht nicht, gibt's nicht!

Einige Molkereien haben bereits vorgemacht, dass es geht. Campina bietet seit Oktober 2008 Landliebe-Produkte mit der Kennzeichnung ohne Gentechnik an. Die Molkerei Breisgaumilch will ihre Schwarzwälder Weidemilch ab Frühjahr 2009 gentechnikfrei produzieren - ein Zeichen dafür, dass die Mitmachaktion die Molkereien nicht kalt lässt.

 

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