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In Curitiba geht es darum, wie Ladungen von Gen-Pflanzen im internationalen Handel und Transport gekennzeichnet werden müssen. Da viele Entwicklungsländer keine spezielle Gentechnikgesetze haben, könnten Importe mit einem schwammigen kann Gen-Pflanzen enthalten zu einer flächendeckenden Verseuchung mit genmanipulierten Pflanzen führen. Ein nicht mehr umkehrbarer Zustand. Sind die Lieferungen aber klar als Gen-Pflanzen gekennzeichnet, brauchen sich die Landwirte und Verbraucher in den Entwicklungsländern auch ohne nationale Gentechnikgesetze nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Sie können eindeutig unterscheiden.

Allerdings hat die brasilianische Regierung eine Übergangsphase gefordert, bis die deutliche Kennzeichnung verpflichtend wird. Brasilien kennzeichnet schon heute seine Schiffsladungen an Gen-Pflanzen nach Europa, Japan und China - seine Hauptabnehmer, kritisiert der Greenpeace-Gentechnikexperte Benedikt Haerlin in Curitiba. Wie kann man dann ernsthaft nach einer Übergangsregelung fragen, für eine Maßnahme, die man bereits seit Jahren anwendet? Eine solche Forderung freut nur die Freunde des globalen Freihandels und der Gentechnik-Industrie. Sie kann aber von den anderen Mitgliedstaaten des Cartagena-Protokolls nicht ernst genommen werden. Und sie kratzt an der Glaubwürdigkeit von Brasilien in Curitiba.

Das Treffen zum UN-Protokoll über biologische Sicherheit dauert noch bis Freitag.

Auch Sie als Verbraucher können sich für die Umwelt einsetzen: Nehmen Sie an der Greenpeace-Mitmachaktion teil und fordern die neuseeländische Premierministerin dazu auf, der eindeutigen Kennzeichnung von GVO-Ladungen zuzustimmen!

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