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Maisfeld
Juergen Siegmann/Greenpeace

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Die Behörden sind mit der Überwachung des Gen-Maisanbaus bereits auf geringer Fläche überfordert, sagt Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin bei Greenpeace. Gen-Pflanzen sind schon riskant genug, nachlässige Behörden verschärfen das Problem. Wir brauchen keine Gen-Pflanzen auf dem Acker. Sie sind eine Gefahr für unsere Umwelt und nicht kontrollierbar.

Die Überwachung der Umweltschäden durch den Gen-Maisanbau funktioniert ebenfalls nicht. Zwar hat der Saatgutkonzern Monsanto, von dem die Gen-Maissorte stammt, einen Überwachungsplan entworfen. Er ist aber ungeeignet, die Umweltrisiken zu erfassen. Der Gen-Mais selbst produziert ein Insektengift. Die Auswirkungen auf Schmetterlinge und Wasserorganismen werden nur unzureichend kontolliert, die auf Bodenorganismen überhaupt nicht.

Erst im Januar 2009 hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) den Überwachungsplan erneut kritisiert. Und auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat kürzlich angekündigt, den Plan von 2008 zu prüfen und gegebenenfalls den Anbau von Gen-Mais noch vor der diesjährigen Aussaat zu verbieten.

Zahlreiche Studien zeigen bereits die Gefahren von Gen-Mais. Aigner darf den Schlingerkurs ihres Vorgängers Seehofer nicht fortsetzen. Sie muss jetzt einen Anbaustopp verhängen, bevor der Gen-Mais im Boden ist, fordert Töwe. Österreich, Frankreich, Ungarn, Polen und Griechenland haben vorgemacht wie es geht. Dort ist der Anbau von Gen-Mais untersagt.

 

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