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Im Schnitt waren in rund 81 Prozent der konventionell produzierten Frischware Pestizide nachweisbar. Bei Bio war es genau umgekehrt: 87 Prozent der Proben enthielten keine Pestizide.

Die Pestizidbelastung bei konventionellem Obst und Gemüse ist mehr als besorgniserregend, warnt Martin Hofstetter, Landwirtschafts-Experte von Greenpeace. Die Belastung der Umwelt und der Lebensmittel mit Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft muss deshalb dringend verringert werden.

Achten Sie auf die CO2-Bilanz!

Hofstetter sieht aber auch die Bio-Bauern in der Pflicht: Der Ökolandbau darf sich auf den guten Ergebnissen dieser Studie nicht ausruhen und sollte eine weitere Minimierung der Rückstände anstreben.

Doch es steht nicht alles zum Besten für die Versorgung mit lokal produzierter Bio-Ware. Der Anteil an Bio-Produkten aus fernen Ländern steigt stetig an. Hofstetter weist darauf hin, dass der Bauernverband jahrelang den deutschen Landwirten die Umstellung auf den Bio-Betrieb ausgeredet hat. Auch aus der Politik kommen die falschen Signale. So haben einige Bundesländer die Fördermittel für den ökologischen Landbau gestrichen.

Für die Verbraucher wird der Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Bio-Lebensmittel immer wichtiger. Die CO2-Bilanz für ein Stück Obst, das eine Flugreise um die halbe Welt hinter sich hat, ist katastrophal.

Doch einfach nur noch Ware aus heimischer Produktion zu kaufen, greift zu kurz. Nicht viel besser ist es, Obst und Gemüse außerhalb der Saison zu kaufen. Dann stammt es aus Treibhäusern, wo monatelang gegen die jahreszeitliche Witterung geheizt und geschützt wurde, erklärt Hofstetter und regt an: Damit ein Bio-Produkt auch ein Bio-Produkt ist, muss die CO2-Bilanz stimmen. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.

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