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Falscher Weg

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes hält eine Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd bei Cottbus für einen "völlig falschen Weg".

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dpa - Dass einige Bundesländer weiter auf Braunkohle setzen, sei umweltpolitisch und volkswirtschaftlich unsinnig, sagte , Maria Krautzberger der "Berliner Zeitung" (Donnerstag). "Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir das Angebot fossiler Energien senken, auf die Erneuerbaren setzen und die Energieeffizienz deutlich steigern." Das schaffe auch Arbeitsplätze, ergänzte Krautzberger, die seit Mai Präsidentin der Dessauer Behörde ist.

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will einen Teil seiner fünf Braunkohle-Gruben in der Lausitz erweitern. Im Juni genehmigte das rot-rote Kabinett um den brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) die Erweiterung der Grube Welzow-Süd südlich von Cottbus. Vattenfall will dort ab etwa 2026 zusätzliche 200 Millionen Tonnen Braunkohle fördern. 800 Menschen müssten dafür umsiedeln.

Im März hatte Sachsen den Ausbau des Tagebaus Nochten genehmigt. Dort droht ebenfalls Hunderten die Umsiedlung. Es läuft derzeit noch ein Braunkohlenplanverfahren für die Grube Jänschwalde-Nord nördlich von Cottbus. Quelle: dpa

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