Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Protest am Kohlekraftwerk Jänschwalde beendet

Rund 20 Stunden nach Beginn der Aktion ist es Greenpeace-Kletterern gelungen, auf dem etwa 130 Meter hohen Kühlturm des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde ein Banner mit der Botschaft: "Kohle zerstört Klima, Frau Merkel" zu befestigen.

  • /

Die Aktion hat die Aktivisten an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gebracht. Auf dem Kühlturm herrschen tropische Bedingungen, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 40 bis 50 Grad. Aus Sicherheitsgründen werden die Aktivisten daher kein zusätzliches Banner mit dem Konterfei von Bundeskanzlerin Angela Merkel anbringen. Die neun auf dem Turm verbliebenen Aktivisten beginnen nun mit dem Abstieg und beenden die Protestaktion.

Wir haben deutlich gemacht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel uns mit ihrer Klimapolitik in eine Sackgasse führt, sagt Anike Peters, Energieexpertin von Greenpeace. Die Kanzlerin muss nach den vielen Ankündigungen der vergangenen Jahre jetzt endlich handeln und darf keinen Bau von weiteren Kohlekraftwerken zulassen.

[[{"fid":"45733","view_mode":"default","type":"media","attributes":{"height":360,"width":480,"class":"adaptive-image media-element file-default"}}]]

Weiterführende Publikationen zum Thema

Kohleausstiegsgesetz

Entwurf für ein Gesetz zum Kohleausstieg von Greenpeace und Client Earth

Mehr zum Thema

RWE: So nicht!

RWE muss die Braunkohlebagger stoppen. Fürs Klima, den Hambacher Wald und die bedrohten Dörfer. Das fordern Greenpeace-Aktivisten heute vor der RWE-Zentrale in Essen.

„Deutliches Warnsignal“

Die EU-Wahl zeigt: Klimaschutz ist zu einem entscheidenden Thema geworden. Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser zu den Folgen dieser Entwicklung.

Butter bei die Fische

Die Kohlekommission hat den Ausstieg aus der Kohle vorgegeben. Jetzt muss ein Gesetz her, das diesen regelt. Da die Politik zögert, stellen Umweltverbände heute einen Entwurf vor.

Video