Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Protest am Kohlekraftwerk Jänschwalde beendet

Rund 20 Stunden nach Beginn der Aktion ist es Greenpeace-Kletterern gelungen, auf dem etwa 130 Meter hohen Kühlturm des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde ein Banner mit der Botschaft: "Kohle zerstört Klima, Frau Merkel" zu befestigen.

  • /

Die Aktion hat die Aktivisten an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gebracht. Auf dem Kühlturm herrschen tropische Bedingungen, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 40 bis 50 Grad. Aus Sicherheitsgründen werden die Aktivisten daher kein zusätzliches Banner mit dem Konterfei von Bundeskanzlerin Angela Merkel anbringen. Die neun auf dem Turm verbliebenen Aktivisten beginnen nun mit dem Abstieg und beenden die Protestaktion.

Wir haben deutlich gemacht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel uns mit ihrer Klimapolitik in eine Sackgasse führt, sagt Anike Peters, Energieexpertin von Greenpeace. Die Kanzlerin muss nach den vielen Ankündigungen der vergangenen Jahre jetzt endlich handeln und darf keinen Bau von weiteren Kohlekraftwerken zulassen.

[[{"fid":"45733","view_mode":"default","type":"media","attributes":{"height":360,"width":480,"class":"adaptive-image media-element file-default"}}]]

Weiterführende Publikationen zum Thema

Kohleausstiegsgesetz

Entwurf für ein Gesetz zum Kohleausstieg von Greenpeace und Client Earth

Mehr zum Thema

„Beste Nachricht seit Langem“

Trump ist weg, der nächste US-Präsident Biden will Klimaneutralität bis 2050 und den Wiederbeitritt zum Paris-Abkommen. Interview mit dem geschäftsführenden Vorstand Martin Kaiser.

672 Milliarden Euro - Wofür?

Diesen Monat stimmt das Europäische Parlament über das Corona-Hilfsprogramm der Europäischen Union ab. Mit Pech profitieren davon die Falschen.

4,35 Milliarden Euro für was?

Heute berät das Parlament über Entschädigungszahlungen für Braunkohlekonzerne. Dabei ist vieles unklar und seltsam. Was, erklärt Rechtsanwältin Rhoda Verheyen im Gastbeitrag

Video