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Klimakiller macht fette Beute

In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Energiekonzern RWE aus Essen von den erhöhten Strompreisen profitiert und damit sein Wirtschaftsergebnis ordentlich aufgebessert. Auf rund 4,7 Milliarden Euro kletterte der Betriebsgewinn, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Unberücksichtigt blieb dabei ein Geschenk des Staates in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. So viel sind nämlich die Emissionszertifikate wert, die der Energiekonzern für 116 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß aus Berlin kostenlos erhalten hat.

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RWE ist ein Klimakiller, der sich auf Kosten der Umwelt und der Menschen bereichert. Ungerechtfertigte Industriesubventionen wie die kostenlose Zuteilung von CO2-Emissionsrechten haben die Konzernbilanz erheblich aufpoliert, kommentiert Karsten Smid, Energieexperte bei Greenpeace, die Zahlen.

Smid warnt: RWE will mit dem Braunkohlekraftwerk in Neurath eine der größten CO2-Dreckschleudern in Europa bauen. Das neue Kraftwerk wird - wenn dieser Wahnsinn nicht gestoppt wird - jährlich rund 32 Millionen Tonnen CO2 in die Luft blasen. Als ob es keinen Klimawandel gäbe. Wie viele Hurrikans und Überschwemmungen will RWE denn noch abwarten?

Die Politiker der EU und der Bundesregierung müssen schnellstmöglich politische Rahmenbedingen schaffen, um solche klimazerstörenden Projekte zu stoppen. Der beste Hebel dazu, empfiehlt Smid, ist, die CO2-Verschmutzungsrechte nicht mehr verschenken, sondern meistbietend verkaufen. Damit sich Energiekonzerne wie RWE nicht länger vor ihrer Umweltverantwortung drücken können.

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