Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Hamburg: Im Klimaschutz auf der Nachholspur

Der Hamburger Senat hat am Dienstag sein Klimaschutzkonzept für die Jahre 2007 bis 2012 vorgestellt. Es umfasst laut Internetseite der Stadt 170 Maßnahmen auf neun Feldern. Die Hansestadt hat allerdings auch Nachholbedarf. Sie hat jahrelang versäumt, Klimaschutz zu betreiben. Und versäumt ihn mit dem geplanten Kohlekraftwerk Moorburg auch weiterhin.

  • /

Ob es um eine klimafreundliche Verkehrspolitik oder die Altbausanierung geht, Klimaschutz ist in Hamburg kein Thema gewesen, sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Besonders fatal aber wirke sich das Neubauprojekt des Energiekonzerns Vattenfall aus - das geplante Kohlekraftwerk Moorburg.

Mit neun Millionen Tonnen Kohlendioxid soll das Kraftwerk so viel CO2 pro Jahr in die Luft pusten wie ganz Bolivien. Das ist unvereinbar mit echter Klimaschutzpolitik. Wir fordern Ole von Beust auf dafür zu sorgen, dass die Kraftwerkspläne auf Eis gelegt werden.

Auch am Atomausstieg müsse festegehalten werden. Die Schrottreaktoren Brunsbüttel und Krümmel müssten so schnell wie technisch möglich für immer vom Netz. Smid: Die CDU muss endlich aufhören, den Klimaschutz und die Risikotechnologie Atomkraft gegeneinander auszuspielen. Eine Umstrukturierung des Energiesystems ist nur auf der Basis Erneuerbarer Energien sinnvoll.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Total-Ausfall

Ein Meilenstein zum Schutz des einzigartigen Amazonasriffs: Der Konzern Total darf in dem Gebiet nicht nach Öl bohren. Vor Ausbeutung sicher ist das Riff damit aber noch nicht.

Auf den rechten Weg

Eigentlich sollte die Kohlekommission in dieser Woche ihre Ergebnisse vorlegen, nun verzögert sich der Zeitplan. Greenpeace-Aktivisten protestierten: Schließlich drängt die Zeit.

Sicherheit ist Pflicht

Brandenburg und Sachsen müssen vom Energiekonzern LEAG Sicherheiten verlangen für die Kosten von Braunkohletagebau-Renaturierungen. Das zeigt ein Rechtsgutachten.