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Vattenfall protest action Hamburg
Jesco Denzel/Greenpeace

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Rund um einen Pavillon vor dem Hamburger Hauptbahnhof hat Vattenfall mehrere tausend kleine Plastikfiguren aufgebaut und sammelt Unterschriften für seine Kampagne. Es gibt in diesem Fall nur eine Unterschrift, die dem Klima nutzt, sagt Karsten Smid, Energieexperte von Greenpeace. Wir fordern alle Hamburger auf, die Kündigung bei Vattenfall zu unterschreiben und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

Es müssen Millionen sein, die Vattenfall in seine Kampagne steckt, um sein Image aufzubessern. Der Energieriese stellt sich damit der europäischen Öffentlichkeit als Konzern dar, der um den Schutz unseres Klimas besorgt ist. Gleichzeitig steckt Vattenfall aber Milliarden Euro in den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke.

Diese Grünfärberei wollten wir nicht unwidersprochen durchgehen lassen und haben unter http://www.klimaunterschrift-vattenfall.de eine neue Website gelaunscht. Damit persiflieren wir die Vattenfall Klimaunterschrift-Kampagne und entlarven sie als Desinformation und Greenwashing.

Die Aktion von Vattenfall ist unverschämt, erklärt Smid. Der Konzern boykottiert Klimaschutz, wo er nur kann. Beispielsweise baut der Energieriese in Hamburg Moorburg ein neues Steinkohlekraftwerk - eine gigantische Kohlendioxidschleuder und klagt auch noch gegen notwendige wasserrechtliche Auflagen der Umweltbehörde.

Vattenfall ist nicht nur Deutschlands klimaschädlichster Stromanbieter, sondern scheut auch keinen Aufwand, um der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, sagt Smid. Auf der Internetseite von Vattenfall http://klimaunterschrift.vattenfall.de werden die Menschen aufgerufen, sich mit ihrer Unterschrift für den Klimaschutz stark zu machen. In Animationen retten die Unterschriften die Gletscher in den Alpen oder auch einen Eisbären vor dem Ertrinken.

Doch Druck zum eigenen Handeln sieht Vattenfall nicht: In einer als Klima-Report bezeichneten Veröffentlichung behauptet der Konzern, dass die Politik noch bis zum Jahr 2040 Zeit habe, um mit dem Verringern von Treibhausgasen zu beginnen. Der Chef von Vattenfall, Lars Göran Josefsson, formuliert das so: Diese bedrohliche Situation ist im Laufe von 200 Jahren entstanden, da muss man auch Verständnis dafür aufbringen, dass eine Lösung 100 Jahre dauern kann.

Seine Lobbyisten schickt der Konzern derweil nach Berlin und Brüssel in die Zentren der Macht. Sie werben für klimaschädliche Kohlekraftwerke. Und anstatt in Erneuerbare Energien wie Windkraft zu investieren, steckt Vattenfall seine Millionen lieber in Desinformationskampagnen und schiebt seine Verantwortung für das Klima auf den Verbraucher. Das schont den eigenen Geldbeutel und sichert die Gewinne. Wen interessiert schon Klimaschutz ...

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