Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Greenpeace-Aktion richtete sich gegen den Kohlenfrachter Atermon, der mit einer 30.000 Tonnen Ladung in dem Hafen ankerte. Drei Aktivisten gelang es an Bord des Schiffes zu klettern und dort Transparente zu entrollen mit der Aufschrift Reject Polluting Power (Keine schmutzige Energie).Die Kohle aus Indonesien in den Frachträumen der Atermon war für das Kraftwerk Genesis's Huntly Power Station vorgesehen. Bei Volllast würden die 30.000 Tonnen des fossilen Brennstoffes dort innerhalb von 30 Stunden

verfeuert werden. Das dabei freigesetzte Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) trägt dann zum Klimawandel bei.

Diese Schiffsladung an schmutziger, alter Kohle ist lediglich die Spitze des Eisberges, warnt Atkinson. Genesis verhandelt gegenwärtig darüber, jedes Jahr mindestens eine Million Tonnen Kohle zu importieren. Zuvor haben sie schon einen Vertrag mit Solid Energy über elf Millionen Tonnen für die kommenden acht Jahre abgeschlossen.

Beim Verbrennen dieser Kohlemengen werden in den nächsten acht Jahren rund 45,6 Millionen Tonnen CO2 anfallen. Deshalb fordert Atkinson: Staatseigene Unternehmen wie Genesis müssen von der Regierung dazu gebracht werden, mehr in saubere, erneuerbare Energie zu investieren. Ein erster Schritt wäre der Ausstieg aus den Kohleverhandlungen.

Während sich die neuseeländische Regierung einerseits den Kopf darüber zerbricht, wie die in der Landwirtschaft anfallenden Treibhausgase reduziert werden können, genehmigt sie heuchlerisch die Klimagefährdung durch die Verbrennung großer Mengen Kohle. Viele schöne Worte wurden gemacht über erneuerbare Energie als die Zukunft für Neuseeland", sagt Atkinson, "doch bislang fährt die Regierung fort, auf Kohle für unsere Stromerzeugung zu setzen.

Neuseeland ist dabei, in eine Phase einzutreten, wo es mehr Kohle als jemals zuvor für die Energiegewinnung verbrennt. Das Verfeuern von Kohle erzeugt rund 72 Prozent mehr CO2 als das von Erdgas. Dennoch stieg der Anteil an Kohleverfeuerung von 20 Prozent vor drei Jahren auf nunmehr 80 Prozent in der Huntly Power Station an. Gleichzeitig ging der Anteil beim Erdgas zurück.

Angesichts des zurzeit stattfindenden Klimawandels ist es dringend notwendig schnellstmöglich den Einsatz fossiler Energieträger zu beenden", fordert Atkinson. "Wir dürfen unsere Abhängigkeit von Kohle nicht noch steigern.

Mehr zum Thema

Symbolische roten Linie zwischen der Ortschaft Lützerath und Garzweiler

Hier ist die 1,5-Grad-Grenze!

  • 29.03.2022

Der Ort Lützerath soll für Kohle abgebaggert werden, die die Pariser Klimaziele in weite Ferne rücken lässt. Den Eilantrag auf vorläufigem Räumungsstopp hat das Gericht nun abgelehnt.

mehr erfahren
Red Line Protest - The 1.5°C Limit Runs in front of Lützerath

Lützerath zur Weihnachtszeit

  • 20.12.2021

Ganz Deutschland macht Weihnachtsferien. Ganz Deutschland? Nein! Ein kleines Dorf am Rande des Tagesbaus Garzweiler hört nicht auf, der Kohle-Lobby Widerstand zu leisten. Ein Bericht aus Lützerath.

mehr erfahren

“Scholz, pack das an!”

  • 10.11.2021

Zum Endspurt der Koalitionsverhandlungen demonstrieren Greenpeace-Aktive mit Katastrophen-Schutt für eine stärkere Rolle der SPD im Klimaschutz

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten projizieren auf den 180 Meter hohen Kühlturm des Kraftwerks Datteln 4 „Klimakrise – Made in Germany“.

Nicht verkohlen lassen!

  • 22.08.2021

Das Kohlekraftwerk Datteln 4 geht heute ans Netz. Ein Affront für alle, die die drohende Klimakatastrophe abwenden wollen. Greenpeace Aktivist*innen protestierten vor Ort.

mehr erfahren
CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet

Informelle Treffen

  • 19.08.2021

Greenpeace deckt auf: Während der Arbeit zum Kohleausstiegsgesetz gab es informelle Treffen von Ministerpräsident Armin Laschet und RWE. Für die Kohle-Lobby hat sich das gelohnt.

mehr erfahren
Aerial of Coal Fired Power Plants in Germany

Strich durch die Rechnung

  • 04.06.2021

Altmaier will Braunkohlekonzerne mit Milliarden Euro entschädigen. Greenpeace hat nun eine Stellungnahme bei der EU-Kommission eingereicht.

mehr erfahren