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Unter dem Vorwand, diese Technik werde in Zukunft zur Verfügung stehen, bauen Energiekonzerne weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke. Doch was soll passieren, wenn die Versprechungen der Industrie als falsche Versprechungen erkannt werden, fragt Gabriela von Goerne, Energieexpertin von Greenpeace.

CCS wird von den Energiekonzernen in die Klimaschutz-Diskussion eingebracht und stark beworben. Durch Abscheidung und Speicherung des CO2 sollen Kohlekraftwerke klimaverträglicher werden. Allerdings steht diese Technologie für Großkraftwerke bisher nicht zur Verfügung. Sie steckt noch in der Entwicklungsphase. Risiken, Kosten und mögliche Einsatzfähigkeit sind noch nicht sicher. CCS wird vermutlich nicht vor dem Jahr 2030 einsetzbar sein.

Der globale Klimagasausstoß muss aber schnell verringert werden - um mindestens 50 Prozent bis zur Mitte des Jahrhunderts. Nur so können die schlimmsten Auswirkungen der Erderwärumg vermieden werden.

Problematisch an der CCS-Technologie ist außerdem der erhebliche zusätzliche Bedarf an Energie und Rohstoffen. Die Technik wird zudem die Strompreise massiv steigen lassen.

Greenpeace fordert den Einsatz von Erneuerbarer Energie und eine effizientere Nutzung. Anstatt unausgereifte Technologien zu fördern, sollte besser in diese Bereiche investiert werden. Von Goerne erklärt: Die Speicherung von CO2 packt das Problem nicht bei der Wurzel. Statt weniger Klimagas wird mehr produziert, das dann aufwändig gelagert und langfristig überwacht werden muss.

In den Energieszenarien energy [r]evolution und Plan B beweist Greenpeace, dass es auch anders geht. Hier wird aufgezeigt, wie Treibhausgase weltweit bis 2050 um 50 Prozent verringert werden können. Außerdem wird dargestellt, wie der Treibhausgasaustoß in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent reduziert werden kann.

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