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Die neue Regel, auf die sich im November geeinigt wurde, ändert die Londoner UN-Konvention über die Versenkung ins Meer. In diesem Text war unklar geblieben, ob CO2 als verschmutzend gilt. Die Änderungen ebnen den Weg für CO2-Verpressung in geologischen Formationen unterhalb des Meeresbodens und besagen, dass verpresste Gase überwiegend aus CO2 ohne Zusätze bestehen müssen.

Nach wie vor gibt es eine Menge offener Fragen zum Umweltrisiko, der Langzeitsicherheit und der Kosten, sagt Gabriela von Goerne, Klimaexpertin von Greenpeace. Was genau überwiegend bedeutet ist nur eine davon. Außerdem besteht die Gefahr von Undichtigkeiten im Meeresboden. Ein Austreten des Kohlendioxids wäre die Folge.

CO2 ist nicht giftig, aber es kann zur Versäureung des Meerwassers führen. Bei Krebsen und Muscheln würde die Schalenbildung erschwert. In hohen Konzentrationen über dem Grund kann es den lebensnotwendigen Sauerstoff verdrängen. Tiere und Pflanzen würden ersticken.

Die internationalen Regeländerungen betreffen Meere weltweit. Sie wurden auch deshalb durchgesetzt, damit Regierungen und Firmen die zukünftigen Investitionen für die Verpressung unter den Meeresboden berechnen können. Obwohl bereits 2005 ein UN-Bericht warnte, das diese Art von Verpressung sich nur rechnen würde, wenn die Gebühren für CO2-Ausstoß in die Atmosphäre bei 25 bis 30 US-Dollar pro Tonne liegen. Das ist ein Vielfaches dessen, was gegenwärtig auf dem europäischen Markt dafür gezahlt wird.

Gabriela von Goerne weist auf ein weiteres Problem hin: Solange die Verpressung nur dazu dient, weitermachen zu können wie bisher und fleißig fossile Energie zu nutzen, werden die Menschen dagegen sein. Denn es leuchtet ihnen nicht ein, warum nicht zuerst alle schon vorhandenen Möglichkeiten zum Einsatz kommen.

Denn besser als im Nachhinein den Industrieabfall CO2 aus Kohlekraftwerken aufwändig und unsicher zu beseitigen, wäre das Vermeiden der CO2-Erzeugung. Doch dazu wäre eine Energiewende nötig, die diesen Namen auch verdient und damit die massive Nutzung der Erneuerbaren Energien. Einen globalen Masterplan dafür hat Greenpeace letzten Monat vorgelegt.

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