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Greenpeace bietet auch Vorträge und Diskussionsrunden zu den Chancen Erneuerbarer Energien wie Windkraft, Solarenergie, Biomasse, Biogas, Wasserkraft und Erdwärme an. Schulen, Vereine und Kirchengemeinden sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion über die Braunkohle zu beteiligen.

In unserem Treib-Haus möchten wir den Menschen zeigen, dass die Verbrennung von Braunkohle die Erde wie ein Treibhaus aufheizt, sagt Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace. Und wir wollen RWE im Treib-Haus auch ein wenig zur Vernunft treiben.

Greenpeace fordert von RWE, in Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu investieren statt in Braunkohle. Das ist besser fürs Klima und für die in Deutschland dringend nötigen Arbeitsplätze, sagt Karsten Smid.{image_r}

Klimaschuztziele dem RWE-Profit geopfert

Das von RWE geplante Braunkohle-Kraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA) soll zwar mit 43 Prozent einen höheren Wirkungsgrad aufweisen als die alten Braunkohle-Blöcke. Doch auch das neue Kraftwerk würde noch 14 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid pro Jahr ausstoßen.

Die zukünftigen Klimaschutzziele der Bundesregierung wären nicht einzuhalten. Denn solche Kraftwerke laufen etwa 40 Jahre. Neubauten von Braunkohle-Kraftwerken können wir uns klimapolitisch einfach nicht mehr leisten, sagt Karsten Smid.

RWE kann sich das klimaschädliche Verhalten nur leisten, weil die rot-grüne Bundesregierung den Stromkonzernen auf Druck von RWE bei der Einführung des Emissionshandels das Recht zugeteilt hat, kostenlos genau so viel Kohlendioxid auszustoßen wie bisher.

RWE: Trotz 280-Millionen-Ersparnis Arbeitsplatzabbau

Investoren, die zuvor kein Kohlendioxid ausgestoßen haben, müssten dagegen erst Emissionsrechte kaufen, um solch eine Kohlendioxidschleuder zu betreiben. Bei dem aktuellen Zertifikatepreis für Kohlendioxid von rund 20 Euro pro Tonne spart RWE daher 280 Millionen Euro pro Jahr.

Zudem schafft ein neues Braunkohle-Kraftwerk nur kurzfristig während der Bauphase Arbeit. Wenn das Kraftwerk etwa 2010 ans Netz geht, will RWE dort weniger Menschen beschäftigen als in den stillzulegenden Altanlagen. Unter dem Strich baut RWE daher Arbeitsplätze ab. Erneuerbare Energien würden dagegen ein Vielfaches an langfristigen Arbeitsplätzen schaffen.

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