Skip to main content
Jetzt spenden
Ein Eisberg im antarktischen Ozean
Jiri Rezac/ Greenpeace

Schutz für das Südpolarmeer

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Weniger als ein Prozent der Hochsee ist geschützt – das muss mehr werden. Das fordert die Antarctic Ocean Alliance für die kommende antarktische Schutzkonferenz.

Mit Russland in Sachen Meeresschutz an einem Strang zu ziehen, erscheint aufgrund der Erfahrung bei früheren Verhandlungen nahezu unvorstellbar. Dieses Jahr könnte sich jedoch eine entscheidende Änderung ergeben. Zwar blockierte Russland in den letzten Jahren die Ausweisung der Schutzgebiete im Rossmeer und der Ostantarktis, doch arbeiten Deutschland und Russland aktuell an einem gemeinsamen Ziel: Dem Schutz des ökologisch bedeutsamen Weddell-Meeres.

„Als Teil der Antarctic Ocean Allicance (AOA) unterstützt auch Greenpeace diese Zusammenarbeit und begrüßt die Zusage Russlands für die Schaffung von Meeresschutzgebieten“ erklärt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack.

Die AOA fordert in ihrem Report für die im Oktober stattfindende Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources-Jahreskonferenz (CCAMLR) erneut die Ausweisung eines repräsentativen Netzwerkes von verbindlichen und effektiven Meersschutzgebieten rund um den antarktischen Kontinent. Insbesondere die Ausweisung der bereits 2012 vorgeschlagenen Schutzgebiete im Rossmeer und der Ostantarktis würden die internationale Diskussion zum dringend notwendigen Meeresschutz entscheidend voranbringen.

Naturwunder Weddell-Meer

Der Schutz der einzigartigen und ökologisch nahezu intakten Tiefsee des Weddell-Meeres würde ein Meeresschutzgebiet mit einer enormen Artenvielfalt schaffen. Eine Vielzahl von Wal-, Robben- und Meeresvogelarten aber auch die als antarktische Nahrungsgrundlage so wichtigen Krillbestände könnten dort ungestört gedeihen.

Die Folgen des Klimawandels und die zunehmende Versauerung der Weltmeere machen auch vor dem antarktischen Weddell-Meer nicht halt. Dort sind bereits eindeutige Veränderungen, wie eine reduzierte Eisdecke, Abschmelzen der Gletscher und das Zerbersten des Eisschelfs erkennbar. Die konsequente Unterschutzstellung würde die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems deutlich verbessern.

Neue Chance für CCAMLR

Die antarktische Schutzkonferenz hatte sich verpflichtet bis 2012 ein Netzwerk von Schutzgebieten einzurichten, diese Frist jedoch verstreichen lassen. Mit dem Schutz des Ross-Meeres, der Ostantarktis und nun auch des Weddell-Meeres könnte ein eindeutiges Signal gesetzt werden, dass die CCAMLR-Mitgliedstaaten ihrer Verantwortung für das Südpolarmeer gerecht werden.

„Wir hoffen, das russische Engagement für das Weddell –Meer wirkt sich auch auf die Vorschläge zur Ostantarktis und dem Ross-Meer aus“, so Maack.

  • Pinguine in der Antarktis

    Klimawandel macht sich bemerkbar

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie
Factsheet der AOA-Forderungen

Factsheet der AOA-Forderungen

3 | DIN A4

380.18 KB

Herunterladen

Petition

https://act.greenpeace.de/tiefsee-schuetzen

Tiefsee vor Zerstörung schützen!

In der Tiefsee soll Unfassbares passieren: Für den Abbau von Metallen und seltenen Erden soll der Meeresgrund durchfräst und so einzigartige Ökosysteme zerstört werden. Fordern Sie Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck auf, das zu verhindern!

Petition unterzeichnen

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefseebergbau - Der neue Goldrausch

  • 03.04.2023

Tiefseebergbau ist für den Umstieg auf Elektroautos nicht notwendig - und doch rückt die neue Meeresausbeutung näher.

mehr erfahren
Taucherin mit Unterwasserbanner: "Das Meer ist kein Industriegebiet."

UN einigt sich auf globalen Ozeanvertrag

  • 05.03.2023

Historischer Erfolg: Nach fast 20 Jahren und zähen Verhandlungsrunden hat sich die UN auf ein internationales Meeresschutzabkommen geeinigt.

mehr erfahren
Blauwal an der Meeresoberfläche im Pazifik

Wale durch drohenden Tiefseebergbau in Gefahr

  • 14.02.2023

Geplante Tiefseebergbau-Gebiete überschneiden sich mit dem Verbreitungsgebiet von etwa 30 Walarten - weitere Forschung ist dringend nötig, um die Gefahren für die Meeressäuger abzuschätzen.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Aufgedeckt: Gefahren des Tiefsee-Bergbaus auf der hohen See

  • 27.01.2023

Verdeckte Video-Aufnahmen der jüngsten kommerziellen Tiefsee-Bergbautests im Pazifik, die Greenpeace zugespielt wurden, zeigen, wie die Bergbauindustrie die Tiefsee zerstört.

mehr erfahren
Aktivist:innen auf der Beluga II im Hafen von Nexø, Bornholm

Greenpeace-Aktivist:innen untersuchen Folgen der Pipeline-Explosionen

  • 22.12.2022

Welche Auswirkungen haben die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines auf die Umwelt? Greenpeace-Aktive nahmen Proben, wir ordnen die Ergebnisse ein.

mehr erfahren
Lichterumzug Meeresleuchten

Aktion Meeresleuchten!

  • 13.11.2022

Lichtermeer für die Tiefsee: Am 12. November zogen 250 kleine und große Menschen durch die Hamburger HafenCity, um mit selbstgebastelten Laternen für den Schutz der Tiefsee zu demonstrieren.

mehr erfahren