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pirate fishery action Rostock

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Vor der Aktion am Samstag hatte einer der Fischtrawler den Hafen bereits in Richtung Polen verlassen. Da sie auf der schwarzen Liste der EU stehen, dürfen die Trawler eigentlich in keinem europäischen Hafen mit Vorräten, Treibstoff oder Ausrüstung versorgt werden. Aus gutem Grund: Jahrelang haben sie illegal, unreguliert und undokumentiert im Atlantik gefischt und damit gegen internationale Abkommen verstoßen.

Die Politik muss endlich handeln, die Piratenfischer gehören an die Kette. Sie dürfen erst auslaufen, wenn sie nachweisen können, dass ihr nächster Fischzug nicht illegal ist, sagt Andrea Cederquist, Meeresbiologin von Greenpeace.

Die Politiker können nicht behaupten, die illegale Fischerei zu bekämpfen und dann zusehen, wie sich Piratenfischer in einem deutschen Hafen für ihren nächsten Fang rüsten, kritsiert Cederquist. Wegen Missachtung internationalen Rechts prüft Greenpeace derzeit rechtliche Schritte gegen die beiden Ministerien in Berlin und Schwerin.

Die Piratenfischer ignorieren internationale Fischereiabkommen und scheren sich nicht um Fangquoten. Das illegale Geschäft lohnt sich, jährlich werden so zwischen 3,4 und 7,6 Milliarden Euro erbeutet. Gravierender fallen noch die ökologischen Folgen aus: Fischbestände auf der Hohen See und an den Küsten von Entwicklungsländern sind akut durch Piratenfischerei bedroht.

Nach Greenpeace-Informationen wollen die Trawler vor Mauretanien, Westafrika, oder im Pazifik ihr Unwesen treiben. Auch das Greenpeace-Schiff Esperanza wird in den kommenden Wochen das Seegebiet vor der westafrikanischen Küste ansteuern. Dort gehen Piratenfischer häufig auf ihre Raubzüge, da das Gebiet kaum kontrolliert wird.

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