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Fast 49.000 Hektar Meeresfläche werden damit als Naturreservat ausgewiesen. In dem Gebiet sind über 1.000 Tier- und Pflanzenarten heimisch - von Seelöwen über Schildkröten bis zu Hammerhaien.

Wir feiern diese Entscheidung der mexikanischen Regierung, freut sich Greenpeace-Sprecher Alejandro Olivera. Von den Meeresschutzgebieten profitieren letztendlich auch die Fischer, die umliegenden Ortschaften und das ganze Land. Die Zukunft der gesamten Region hängt von einem gesunden Meer ab. Der Golf von Kalifornien ist eines der artenreichsten Meere überhaupt, aber genau deswegen leider auch eines der bedrohtesten.

Greenpeace-Forderung aufgegriffen

Das Greenpeace-Schiff Esperanza hat auf seiner SOS Weltmeer-Tour erst am 20. November die Region um Espíritu Santo besucht und den Schutz durch die Regierung gefordert. Es ist ein weiterer, kleiner Schritt zu einem globalen Netzwerk von Schutzgebieten. Nur durch ein weltumspannendes Netz von Meeresschutzgebieten können wir das Zusammenbrechen der Fischbestände noch verhindern, warnt Meeresexpertin Dr. Iris Menn von Greenpeace Deutschland.

Bereits Jacques Cousteau hatte dem Golf von Kalifornien wegen seiner Artenvielfalt den Beinamen Aquarium der Welt verpasst. Zerstörerische Fischereimethoden, Verschmutzung und unkontrollierte Tourismusentwicklung sorgen jedoch für Probleme.

Auf der Suche nach den Vaquitas

Derzeit ist Greenpeace im nördlichen Golf von Kalifornien auf der Suche nach dem einzigen Meeressäuger, der nur hier vorkommt: Dem kalifornischen Schweinswal, auch Vaquita (kleine Kuh)genannt. Die kleinen Kühe sind sehr scheu und gelten als vom Aussterben bedroht.

Die größte Gefahr für die nur maximal 1,5 Meter langen Wale sind Fischernetze, in denen sie sich verheddern und ertrinken. Wie es genau um die Art steht ist allerdings weitgehend unklar - zu selten werden sie gesichtet. Deshalb ist Greenpeace nun gemeinsam mit dem mexikanischen Institut für Ökologie und dem Amt für Umweltschutz auf Patrouillenfahrt, um illegale Fischer im Schutzgebiet für die Vaquitas aufzuspüren und zu vertreiben.

Mehr zur Expedition erfahren Sie auf unserer

SOS Weltmeer-Seite.

Ende der Gallerie

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