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Für die Idee eines Walschutzgebiets gab es zwar eine 39-Stimmen-Mehrheit, aber bei 29 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen reichte das nicht aus. Eine Pattsituation wie sie bei früheren IWC-Treffen schon allzu oft aufgetreten ist. Die IWC hat damit eine einzigartige Gelegenheit verpasst, ein Zeichen für ihren Reformwillen hin zu mehr Walschutz zu setzen, kommentierte Sara Holden aus der Greenpeace-Delegation die Abstimmung.

Auch andere Entscheidungen zeigen, wie festgefahren die Situation innerhalb der IWC ist. Walfangnationen und Walschützer können sich gegenseitig blockieren, weil viele Beschlüsse eine Dreiviertelmehrheit erfordern. Oder aber die kleinen, von Tokio mit Entwicklungshilfezahlungen bestochenen Mitgliedsländer tauchen erst gar nicht zu einer Abstimmung auf. So konnte am Mittwoch auch der ergebnislose, angeblich wissenschaftliche japanische Walfang nicht gestoppt werden. Ein Ergebnis, das sich keinen Deut von dem der Vorjahre unterscheidet.

Einziger Lichtblick für Sara Holden: Vielleicht bewirkt ja der starke Druck der lateinamerikanischen Mitgliedsländer etwas, die sich ja gerade auch beim Walschutzgebiet engagieren. Einige von ihnen sind neu bei der IWC. Und die nächste Jahrestagung findet in Chile statt.

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