Jetzt spenden
'Free the Arctic 30' Protest at Embassy in Denmark
© Greenpeace / Lars Bertelsen

Greenpeace-Aktivist: innen zur Voranhörung vor Gericht in Murmansk

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

25.09.2013: Putins klare Aussage im Rahmen des am Mittwoch tagenden Arktis-Forums in Nordsibirien begrüßte der Geschäftsführer von Greenpeace International, Kumin Naidoo. Naidoo bekräftigte, dass sich die Aktivisten einzig für den Schutz der gefährdeten Arktis einsetzten: „Unsere Kletterer versuchten sich an der Seite der Plattform zu befestigen, um auf die Gefahren von Ölbohrungen in diesem empfindlichen Ökosystem aufmerksam zu machen. Es war ein friedlicher Protest gegen das Streben von Gazprom als erstes Unternehmen Öl aus dem eisigen arktischen Meer zu pumpen“.

Ein neues Video der russischen Küstenwache zeigt das rabiate Eingreifen des russischen Sicherheitspersonals beim Protest der Greenpeace-Kletterer an der Prirazlomnaya-Plattform am vergangenen Mittwoch. Eine Greenpeace-Kletterin ist mit den Worten „Ich komme runter, ich komme runter!“ zu hören, während das bewaffnete Sicherheitspersonal an dem Seil zieht, welches die junge Aktivistin sichert. Das Video zeigt außerdem, wie das Sicherheitspersonal mit scharfer Munition ins Wasser schießt, obwohl ein Aktivist auf dem Greenpeace-Schlauchboot seine Hände klar in die Luft hebt, als Zeichen seiner friedlichen Absichten.

Russische Medien behaupten, der Grenzschutz habe nicht erkennen können, dass es sich um einen friedlichen Protest von Greenpeace handelte.

„Die Behauptung des russischen Grenzschutzes ist einfach unglaubwürdig. Unser Schiff trägt zwei große Regenbogen, zwei Friedenstauben und auf jeder Seite prangt der Greenpeace-Schriftzug. Außerdem folgten sie uns über 24 Stunden bevor der Protest begann. Wir haben eine lange Geschichte friedlichen Protests in Russland und sind den Behörden bekannt“, erklärt Kumi Naidoo.

Alle dreißig Aktivisten der Arctic Sunrise sind derzeit in der Nähe von Murmansk in Haft, offenbar an verschiedenen Standorten. Fünf Aktivisten wurden bereits am Dienstagabend von der Untersuchungsbehörde verhört. Vorgelegte Papiere bestätigten, dass ihnen der Straftatbestand der Piraterie vorgeworfen wurde.

Greenpeace fordert weiterhin die sofortige Freilassung aller 30 Aktivisten. Bitte unterstützen Sie uns und fordern die russische Regierung auf, die Greenpeace-Aktivisten freizulassen.Unterschreiben Sie jetzt!

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/echter-meeresschutz-jetzt-w

Echter Schutz für mindestens 30% unserer Ozeane!

Das Herz unseres Planeten ist in Gefahr! Trotz neuem UN-Schutzabkommen bedrohen Überfischung und Tiefsee-Bergbau unsere Ozeane. Ein Vertrag allein rettet keine Wale – wir müssen jetzt Druck machen! Unterschreibe auch du die Petition „Mission 30x30: Lebensraum Meer“ Danke!

Jetzt unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Rescue Operation for a Stranded Humpback Whale in the Baltic Sea

Mehr zum Thema

Rescue operation for a stranded humpback whale in the Baltic Sea - March 28

Verirrter Buckelwal in der Ostsee

Ein Buckelwal strandete vor Timmendorfer Strand und rang um sein Leben. Zwischenzeitlich konnte er sich befreien, doch nun liegt er vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht fest.

mehr erfahren über Verirrter Buckelwal in der Ostsee
Zwei Aktive von Greenpeace mit Banner "Stoppt den Tiefseebergbau" und pinker Krake vor dem Reichstagsgebäude in Berlin

Raubbau an der Tiefsee

Bei den Verhandlungen der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) zum Tiefseebergbau im März 2026 gab es gemischte Signale.

mehr erfahren über Raubbau an der Tiefsee
Sea Anemone (Urticina crassicornis) in the Arctic

Kritische Rohstoffe: Tiefseeraubbau unnötig

Kritische Mineralien sind rar. Trotzdem braucht es für die Energiewende keine Ausbeutung der Tiefsee, das zeigt eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace.

mehr erfahren über Kritische Rohstoffe: Tiefseeraubbau unnötig
Greenpeace-Meeresexpertin Franziska Saalmann mit Fernglas auf der Schiffsbrücke

Einsatz für Tiefseeschutz

Erneut war Greenpeace mit dem Schiff Witness in der Arktis unterwegs, um das von Norwegen für Tiefseebergbau vorgesehene Gebiet zu untersuchen und sich für seinen Schutz einzusetzen.

mehr erfahren über Einsatz für Tiefseeschutz
Aktivisti protestieren vor einem Tiefseebergbauindustrieschiff

Ein Konzern auf Beutezug in der Tiefsee

Was wie ein Politthriller klingt, ist bittere Realität: Die Tiefsee ist Zielscheibe eines Konzerns, der keine Skrupel kennt – The Metals Company.

mehr erfahren über Ein Konzern auf Beutezug in der Tiefsee
Walflosse ragt aus dem Ozean

Norwegen stoppt vorerst Tiefseebergbau - Wale in der Arktis atmen auf

Die Norwegische See ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Nach starkem Protest stellt Norwegen seine Tiefseebergbau-Pläne vorerst ein. Dies ist auch ein wichtiger Erfolg für die Wale der Arktis. Ihr Schutz ist dennoch noch nicht dauerhaft gesichert.

mehr erfahren über Norwegen stoppt vorerst Tiefseebergbau - Wale in der Arktis atmen auf