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Pacific fishery

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Nachdem die Schwärme mit einer sogenannten Fischlupe, einem speziellen Echolot, aufgespürt sind, wird das dreieckige Netz ausgelegt. Es ist mit Gewichten beschwert, bis zu 2000 Meter lang und bis zu 200 Meter tief. Das Netzende wird durch ein Schnellboot, dass sich vom Mutterschiff entfernt, ringförmig um den Fischschwarm ausgesetzt. Bojen halten die Oberleine an der Wasseroberfläche. Am unteren Ende des Netzes finden sich eingenähte Bleigewichte: Sie halten das Netz im Wasser gestreckt.

Das Herzstück einer Ringwade sind die an der Netzunterkante befindlichen Ringe, durch die eine Schnürleine gezogen wird. Das Netz wird mit der Schnürleine beutelartig zugezogen, bis die Fische komplett eingeschlossen sind. Sobald das Netz geschlossen ist, wird es längsseits geholt, um den Fang an Bord zu bringen. Der Gesamtvorgang wird als 'Set' bezeichnet.

Da sich Thunfische gern in großen Schulen nahe der Oberfläche aufhalten, können sie mit Ringwaden gut gefangen werden. Obwohl es sich um eine komplizierte Fischereimethode handelt, können Ringwaden sehr effizient sein und zu großen Fängen führen. Die größten der im zentralen und westlichen Pazifik operierenden Fangschiffe - sogenannte Super-Super-Seiner - ziehen bis zu 60 Tonnen Fisch täglich aus dem Wasser. Besonders problematisch dabei: In ihren Ringwadennetzen verfangen sich viele junge, noch nicht geschlechtsreife Thunfische. Speziell der Gelbflossen-Thun ist betroffen; ein großer Prozentsatz von Jungfischen dieser Art landet in den Netzen. Sie haben das fortpflanzungsfähige Alter noch nicht erreicht und sich dementsprechend auch noch nicht vermehrt. Deshalb hält Greenpeace ein Komplettverbot der Super- und der Super-Super-Seiner im westlichen und zentralen Pazifik für eine geeignete Maßnahme zur Bestandssicherung.

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