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Ein bunter Handabdruck aus Fingerfarbe

Frieden!

Gewalt ist keine Lösung und Krieg kein Mittel der Politik. Frieden ist die Grundlage für ein glückliches Leben ohne Angst für jede:n Einzelne:n und für eine freie Gesellschaft.

Aktivistin mit Friedenstaube auf #StopptdenKrieg Demo in Berlin

Friedensdemonstration in Berlin

Krieg in der Ukraine – was können wir tun?

Der Name unserer Organisation setzt sich aus den beiden englischen Begriffen „green“ und „peace“ zusammen, denn für uns ist klar: Ohne Frieden gibt es keinen Umweltschutz – und ohne Umweltschutz dauerhaft keinen Frieden. Das ist die Überzeugung von Greenpeace, übersetzt also: grüner Frieden.

 

Das Leben in der Ukraine: Nichts ist mehr, wie es war

Du hast sicher auch schon einige Bilder von dem schrecklichen Krieg, der vom russischen Präsidenten Putin ausging, in dem Land Ukraine gesehen – Menschen müssen aus ihren Wohnungen und Häusern fliehen, weil ihre Städte und Dörfer durch Bomben und Soldaten mit Waffen angegriffen und zerstört werden. Damit hat Putin die wichtigste Regel gebrochen, die sich fast alle Länder auf der Welt schon vor langer Zeit gegeben haben: Auch bei großem Streit darf kein Land ein anderes Land mit Waffen angreifen.

Voller Angst versuchen nun viele Ukrainer:innen schnellstmöglich in ein anderes Land zu kommen, in dem es keinen Krieg gibt. Dabei können sie nur ganz wenig mitnehmen – häufig nur einen Koffer voll mit den wichtigsten Dingen. Das ist eine schwierige Situation, ganz besonders auch für Kinder: plötzlich das eigene Zuhause zu verlieren, die gewohnte Umgebung, die Freunde nicht mehr sehen zu können. Und nicht zu wissen, ob sie jemals dorthin zurückkehren können. Zudem sind viele Männer, darunter auch Väter und erwachsene Brüder, Verwandte und Bekannte in der Ukraine geblieben, um gegen die russischen Soldaten zu kämpfen.

Zeichen gegen den Krieg setzen

Auch wenn wir in Frieden leben dürfen, ist es schrecklich, dass in unserer nächsten Nachbarschaft so etwas passiert. Es ist schlimm, so viele Menschen jetzt leiden zu sehen. Aber auch in vielen anderen Ländern auf der Erde herrscht Krieg – oftmals schon seit vielen Jahren. Zum Beispiel in Syrien, in Mali und in Jemen. In mehr als 20 Ländern weltweit sind Menschen von Gewalt und Waffen bedroht. Und jeden Tag lesen wir von Menschen aus anderen Teilen der Welt, die vor Krieg, Hunger, Armut und den Folgen der Klimaerwärmung flüchten.

Krieg kann niemals eine Lösung sein – für nichts und niemanden.

Um ein Zeichen zu setzen für den Frieden, den wir alle brauchen für ein gutes Leben auf diesem Planeten, werden gerade viele Friedensbotschaften abgesetzt: Mit Kerzen haben zum Beispiel Greenpeace-Ehrenamtliche am Sonntag, den 6. März, in zahlreichen deutschen Städten leuchtende Zeichen gegen den Angriffskrieg der russischen Regierung in der Ukraine und für eine friedliche Lösung des Konfliktes gesetzt. Unter anderem in Hamburg, Berlin, Bonn, Lübeck und Marburg formten sie aus hunderten Kerzen die Buchstaben „NO WAR“ (kein Krieg) und Friedenszeichen.

Auch helfen viele Menschen denjenigen, die jetzt aus der Ukraine flüchten: mit einem Platz zum Schlafen, Essen, Medikamenten, Kleidung, Spielsachen oder Geld.

Wenn du dich mit deinen Eltern, Freund:innen und Verwandten jetzt auch ganz konkret engagieren möchtest, kannst du dich hier informieren.

Vigil in Berlin for Peace in Ukraine

Mahnwache für den Frieden in Berlin

Für Frieden, gegen fossile Energien

Deutschland bezieht viel Öl und Gas aus Russland – sogenannte fossile Energien, die dem Klima und der Umwelt schaden und bereits seit Jahrzehnten für Konflikte auf der Welt verantwortlich sind.

Nicht nur aufgrund der veränderten Weltlage kann es so nicht weitergehen: Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, alles zu tun, um die Abhängigkeit Deutschlands und Europas von fossilen Energien so schnell wie möglich zu beenden. „Kohle, Öl und Gas verursachen Kriege, verstärken Konflikte und treiben uns tiefer in die Klimakrise“, erklärt der Greenpeace Energieexperte Karsten Smid. „Je schneller wir uns von fossilen Energien verabschieden, umso größer die Chancen auf eine sichere Zukunft für alle Menschen.“ 

Energie sparen und Umwelt schützen – hier kannst auch du einen Beitrag leisten

  • Energie sparen: das Handy oder den Laptop bewusst mal nicht nutzen, zum Beispiel eine freie Handy- und Computerstunde am Tag!
  • Außerdem: das Thermostat an der Heizung nur ein wenig herunterdrehen spart sofort Energie!
  • Das Fahrrad nehmen; der nächste Ausflug oder die Fahrt zum Supermarkt geht auch mal ohne Auto, v.a. jetzt, wo es wieder wärmer und länger hell ist.
  • Handys und Laptops reparieren lassen statt neu kaufen, spart Rohstoffe und schont die Umwelt!

… auch wichtig - über eigene Ängste und Sorgen sprechen

Machen dir die Ereignisse in der Ukraine Angst? Kennst du vielleicht jemanden, der dort wohnt und du fürchtest, dieser Person könnte etwas passieren? Oder betrifft dich das alles nicht so sehr?

Es ist auf jeden Fall wichtig, darüber zu reden und bei Ängsten auch etwas dagegen zu tun, zum Beispiel solltest du Nachrichten nicht allein schauen - und vielleicht auch mal ein paar Tage gar nichts über den Krieg lesen.

Wenn du niemandem zum Reden hast, kannst du bei der Nummer gegen Kummer anrufen-die kostet nichts und du musst auch nicht deinen Namen sagen, wenn du das nicht möchtest - hier ist die Nummer, sie ist gut zu merken: 116 111.

Denk immer daran: Nachrichten zeigen außergewöhnliche Situationen, die in der Welt passieren. Das sieht dann oft so aus, als würden nur ganz viele schlimme Dinge geschehen. In Wirklichkeit kommen nicht immer nur neue Probleme hinzu, gleichzeitig werden auch viele andere Probleme gelöst. Darüber wird dann aber leider oft nicht mehr berichtet.

Es ist wichtig, sich auch weiterhin über die schönen und positiven Dinge, die dir in deinem Leben passieren, zu freuen. Die Welt braucht Zuversicht und Hoffnung, um ihre Probleme kraftvoll lösen zu können. Dafür ist es wichtig, bewusst zu handeln und auch andere auf die Folgen ihrer Handlungen hinzuweisen. So können wir gemeinsam für eine friedliche Zukunft für die Umwelt und uns Menschen aktiv sein.

Unsere Friedensbotschaft

Kinder und Jugendliche demonstrieren für Frieden

Peace! мир! Frieden!

Rund 40 Kinder und Jugendliche, die sich bei Greenpeace engagieren, haben eine gemeinsame Botschaft für Frieden und Klimagerechtigkeit aufgesetzt. Hier kommt ihr Friedensmanifest.

Zum Friedensmanifest

Friedens-Demo mit Ballon

Student Peace Protest in Oberdorla, Germany

200 Schüler:innen demonstrieren mit einem Heißluft-Ballon und einer Friedenstaube für den Frieden in der Ukraine.

Act for Peace - Hand in Hand für den Frieden! Unter dieser Überschrift haben am 17.März 2020 rund 200 Schüler:innen von einem Schulhof in Oberdorla in Mitteldeutschland einen Heißluftballon verabschiedet. In Gestalt einer Weltkugel mit einem große Banner, auf dem eine Friedenstaube abgebildet war, stieg der Ballon in den frühen Morgenstunden in den Himmel. Mit an Bord waren drei Greenpeace-Jugendliche. Der Flug des Friedens-Ballons ließ sich auf der Instagram-Seite der JAGs, der Greenpeace-Jugendlichen,  im Live-Stream verfolgen.

Gefüllt war die Friedenstaube auf dem blauen Banner mit hunderten von Handabdrücken, die Schüler: innen zuvor aus 55 Schulen eingesandt hatten. Mit ihrer Aktion demonstrierten die Schüler:innen gemeinsam mit Greenpeace für den Frieden in der Ukraine.

Um das Thema Frieden in die Schulen zu bringen, hat Greenpeace kurzfristig drei Unterrichtsstunden in Form von Austausch und  Diskussionen zwischen Schüler:innen und Expert:innen organisiert. Die jeweils 45-minütigen Online-Veranstaltungen wurden aufgezeichnet und über den youtube-Kanal von Fridays 4 Future veröffentlicht.

Die sogenannten Lessons for Peace zu folgenden Fragen sind hier zu sehen:

Säulen des Friedens

Krieg und Frieden

Krieg in den Medien

Klima? Ich krieg die Krise

Ein gemalter Wal mit Greenpeace Jugend Logo

Was tun, wenn alles zu viel wird?

Die Medien sind voll von schlechten Nachrichten. Wir haben alle das Gefühl, aktiv werden zu müssen – dabei dürfen wir uns aber selbst nicht verlieren.

Raus aus der Krise!