Shoppen oder Selbermachen?

Am „Black Friday“ strömen Menschenmassen in die Kaufhäuser, um Schnäppchen zu machen. Doch die Folgen des billigen Konsums sind für die Umwelt fatal. Das Projekt MAKE SMTHNG zeigt, wie es anders geht.

Der „Black Friday“ ist ein schwarzer Tag für die Umwelt: An keinem anderen Tag werden weltweit mehr Produkte gekauft oder per Online-Handel bestellt, ein großer Teil der zurückgeschickten Waren wird anschließend vernichtet. Es stellt sich die Frage: Sind wir, was wir kaufen oder was wir tun?

Die MAKE SMTHNG WEEK unterstützt die weltweite Maker-Bewegung und zielt darauf ab, dem Konsumwahn entgegenzuwirken und dabei mit Kreativität und Lust nachhaltige Alternativen zu entwickeln. Vom „Black Friday“, dem 23. November, bis zum 2. Dezember 2018 finden auf der ganzen Welt Aktionen zum Thema „Selbermachen statt neu kaufen“ statt. In Näh- und Repaircafés, in Upcycling-Workshops und auf Kleidertauschpartys werden kaputte und alte Sachen repariert, verschönert oder getauscht. Ziel ist es, überflüssigen Müll zu vermeiden sowie das Klima und die Natur zu schützen. Dabei geht es aber auch darum, die Freude am Selbermachen zu entdecken und gemeinsam mit Anderen eigene Aktionen und Projekte ins Leben zu rufen.

Die Unterrichtsmaterialien „Shoppen oder Selbermachen“ greifen die Ideen der MAKE SMTHNG WEEK auf, lassen sich jedoch auch zeitlich unabhängig von der Aktionswoche einsetzen. Sie stellen eine zweiseitige Sonder-Einlage des Greenpeace-Bildungsmaterials „Chemie in Textilien: Saubere Mode ist möglich" dar.

Im ersten Teil der Materialien werden vier Impulse für den Unterricht angeboten, in denen die Schüler*innen sich mit den Folgen von „Fast Fashion“ beschäftigen und Alternativen zum Konsumrausch entwickeln. Dabei setzen sie sich kritisch mit Rabattaktionen wie dem „Black Friday“ und der billigen Massenproduktion von Textilien auseinander. Anhand des Films „The True Cost“ werden die Folgen für die Umwelt und die oft menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen bei der Textilproduktion thematisiert. Darüber hinaus recherchieren die Schüler*innen, wie hoch die Kosten ihrer eigenen T-Shirts für die Umwelt sind und unter welchen Bedingungen diese produziert wurden. Abschließend reflektieren sie ihr eigenes Konsumverhalten und entwickeln Lösungsansätze hin zu einer „Slow Fashion“ und einem nachhaltigen Konsumverhalten. Zu allen Impulsen werden Internetseiten für eine weiterführende Recherche angeboten.

Im zweiten Teil der Materialien entwickeln die Schüler*innen mithilfe des Arbeitsblattes „Macht was! Eure Idee für #makesmthng“ ein eigenes Projekt und können sich Anregungen aus der MAKE SMTHNG Idee holen. Inspirationen für Kleidertauschpartys, Upcycling-Aktionen & Co. erhalten sie auf den angebotenen Internetseiten.  

Die Materialien eignen sich gut für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer, z. B. Politik oder Sozialwissenschaften, sowie für den fächerübergreifenden Unterricht.

Bildungsbereich: alle Schularten ab Klasse 7

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