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Die Wogen schlugen hoch, als die norwegische Regierung im Herbst 2004 ankündigte, Robbenjagd als Touristenattraktion anbieten zu wollen. Wer erinnerte sich nicht an die Bilder vom alljährlichen Abschlachten? Dass dergleichen auch noch als Urlaubsspaß verkauft werden könnte, brachte das Fass für viele Menschen zum Überlaufen. Die norwegische Regierung zeigt sich bislang unbeeindruckt.

Greenpeace fordert die Norweger auf, diese schändlichen Pläne ein für allemal zu stoppen. Andrea Cerquist, Meeresexpertin bei Greenpeace: Es ist unverständlich, dass die norwegische Regierung diese perverse Jagd erlaubt. Das Töten von Robben als Touristenattraktion zu verkaufen, ist tierverachtend. Es beschädigt das Ansehen Norwegens in der Welt.

Ob in Norwegen oder Kanada - alle Jahre wieder müssen die gleichen Scheinargumente herhalten. Vor allem dieses: Die Robben fräßen zu viel Fisch. Sie dezimierten die Fischbestände. Das ist absurd.

Dazu Cederquist: Über Jahrtausende haben Robben nie die Fischbestände bedroht. Für leergefischte Meere sind allein die kommerziellen Fischereiflotten mit ihren riesigen Industriefangschiffen verantwortlich. Und die Politiker, die immer wieder die Warnungen der Wissenschaftler ignorieren.

Der Robbenbestand an der norwegischen Küste wird auf derzeit 12.200 Tiere geschätzt. Nahezu 2.100 davon - rund 17 Prozent - hat das Fischereiministerium jetzt zum Abschuss freigegeben. Daneben könnte die empfohlene Jagdquote des Norwegian Marine Research Institute (950 Robben) fast bescheiden wirken.

Greenpeace verurteilt grundsätzlich die kommerzielle Jagd auf Robben und insbesondere den Jagdtourismus. Wir fordern, dass das Töten der Tiere sofort beendet wird. Das gilt für alle menschlichen Aktivitäten, die den Robbenbeständen schaden. Davon ausgenommen ist lediglich die traditionelle Jagd der Ureinwohner zur Deckung ihres Eigenbedarfs.

Bitte protestieren Sie mit Greenpeace gegen die perverse Touristenjagd. Schicken Sie eine Protestmail an den norwegischen Botschafter in Berlin. (sit)

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