Schiffshavarie - Giftmüll im Wattenmeer

Ein schwerer Sturm hatte Anfang Januar die „MSC Zoe“ getroffen, eines der größten Containerschiffe der Welt. 281 Container gingen dabei über Bord – direkt neben dem ökologisch sensiblen Wattenmeer. Neben Tonnen von Konsumprodukten enthalten zwei noch vermisste Container Gefahrengut: 1.400 Kilo Lithium-Batterien, deren Säure mit Wasser reagieren kann, sowie 280 Säcke mit den gefährlichen Chemikalien – einerseits Peroxide, die hautreizend wirken, andererseits Phthalate, die Hormonsystem und Fruchtbarkeit von Meereslebewesen beeinträchtigen.

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Wo sind die Container mit giftigem Inhalt?

Die Schweizer Reederei MSC versichert, die Bergung fortzusetzen „bis der letzte Container gefunden ist“ und will die Kosten für die Ortung und die Strandreinigung übernehmen. Die Aufräumarbeiten koordiniert das deutsche Havariekommando.

Greenpeace ist mit Ehrenamtlichen seit  6. Januar  auf Borkum, um den Müll aufzusammeln und die Suche im Meer mit Schlauchbooten, Tauchern und Schiffen zu unterstützen. Doch die Zeit drängt: Lediglich zwei der insgesamt 280 verlorenen Säcke mit Chemikalien sind auf der niederländischen Insel Schiermonnikoog gefunden worden.

Aber  auch die Container mit den „normalen“ Plastik-Gegenständen sind ein Problem. Neben Spielzeugpistolen und -messer, Plastiktüten, Kunstblumen und zahllose Verpackungen wird auch blaues Kunststoff-Granulat, kaum einen halben Zentimeter angespült. Dieses kleinteilige Ausgangsmaterial für die Industrie ist schwer zu bergen. Wellen, UV-Licht und Wind zerreiben den Plastikmall langsam zu Mikroplastik. Dieses ist gefährlich - Seevögel verenden mit gefüllten Bäuchen voller Kunststoffteilchen, Wale und Robben verschlucken es. Mikroplastik reichert sich in der Nahrungskette an und gelangt letztlich in den menschlichen Körper. 

Mikroskop
ab 3.5000 €
Schlauchboot
80.000 €
ROV
von 4000 €
Tauchausrüstung
zwischen 1000 - 5000 €

Unabhängige Forschung

Die Greenpeace-Recherche und Analyse basiert auf den Ergebnissen unabhängiger Wissenschaft. Dafür sind Ausrüstungsgeräte notwendig wie dieses Binokular. Doch eine Forschungsreihe - frei von industrieller Einflussnahme - hat seinen Preis. Die Honorare für die Erstellung einer Studie anhand unabhängiger Forschung kosten um die 60 Euro pro Stunde. 

Schlauchboote und Schiffe

Von zentraler Bedeutung für unseren Einsatz auf See sind Schiffe und Schlauchboote. Keine andere NGO kann diese Arbeit so leisten wie Greenpeace. Für mehrere Taucher mit Equipment plus Fahrer und Beifahrer muss das Schlauchboot eine gewisse Größe, Antrieb und Stabilität aufweisen. Modelle dieser Größenordnung schlagen mit ca. 80.000 Euro zu Buche.

ROV (Underwater Remote Operated Vehicle)

Bei einem Underwater Remote Operated Vehicle ist ausschlaggebend, ob es Fotos, Videos oder Probenahmen durchführen, aber auch wie tief es gehen kann. Die Preise steigen mit Tauchfähigkeit in der Tiefe, der Stärke der Elektromotoren (wichtig für Geschwindigkeit, bzw. Strömung) und zusätzlichen technischen Möglichkeiten. Die Modelle kosten ab 4000 Euro aufwärts.

Arbeiten unter Wasser

Unsere Taucher müssen oft schwierige Aktionen und Untersuchungen unter Wasser leisten. Greenpeace tut alles, um sie für ihren Einsatz optimal vorzubereiten. Dazu gehört auch eine erstklassige Ausrüstung, die neu rund 5.000 Euro kostet. Darin sind nicht die Kosten für einen vollen Tauchgang eingerechnet. Hier spielen Parameter wie Transport, Anreise, Ausgangsbasis Schiff oder Schlauchboot, Flaschenfüllung, Vor- und Nachbereitung mit hinein. 

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Unsere Greenpeace-Aktivist*innen sind weiterhin auf Borkum, sammeln angeschwemmten Containermüll auf und suchen die verschollenen Container auf dem 20 – 30 m tiefen Meeresgrund. Doch Tauchaktionen, Boote und Ortungsgeräte kosten Geld. Unterstützen Sie die Arbeit von Greenpeace. Werden Sie Fördermitglied!

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