Weltweit aktiv

Probleme weltweit angehen

Greenpeace ist international

Raubbau an den Urwäldern, Überfischung, Klimawandel, Schwund der Artenvielfalt… Die grundlegenden Umweltprobleme unserer Zeit lassen sich nicht in einem Land alleine lösen.
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Nur eine weltweit präsente Organisation kann globale Themen effektiv angehen. Internationalität ist unverzichtbar - und eine besondere Stärke von Greenpeace. Die Organisation ist mittlerweise in über 40 Ländern vertreten und wird weltweit von rund 2,8 Millionen Menschen unterstützt.

Internationale Probleme waren von Anfang an das Thema von Greenpeace. Die ersten Greenpeace-Aktionen in den 70er Jahren richteten sich gegen Atombombentests der USA und Frankreichs im Pazifik. Kurz darauf kamen Kampagnen gegen den Walfang und das Abschlachten von Robbenbabys in Nordkanada hinzu. Aus einem Dutzend kanadischer Antikriegsaktivisten entwickelt sich Greenpeace binnen weniger Jahre zu einer internationalen Nicht-Regierungsorganisation (engl. NGO) mit einem Netzwerk von Stützpunkten rund um die Welt.

Zu globalen Umweltproblemen und deren Auswirkungen auf lokaler Ebene arbeitet Greenpeace sowohl in den Hauptstädten als auch in entlegenen Gegenden wie im brasilianischen Urwald, in Industriezentren Indiens, am Baikalsee in Sibirien. Durch dieses Netzwerk hat Greenpeace in vielen Fragen mehr Wissen und Möglichkeiten als manche Regierungen. So kann Greenpeace eine wichtige Rolle in vielen internationalen Gremien spielen. Und so kann Greenpeace gezielt auf den weltweiten Handel Einfluss nehmen, wenn dieser zu Urwaldzerstörung oder zur Plünderung der Meere führt.

Weltweit für eine ökologische und friedliche Zukunft

Ziel von Greenpeace ist es, Umweltzerstörungen zu verhindern, Verhaltensweisen zu ändern und Lösungen durchzusetzen. Die Organisation kämpft für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur und Gerechtigkeit für alle Lebewesen. Weltweit konzentriert sich Greenpeace dabei auf folgende grenzüberschreitende Themen:

  • Globale Energiewende: Mit Erneuerbaren Energien und einem effizienten Energieeinsatz in Produktion und Verbrauch sollen der globale Klimawandel gestoppt und der Ausstieg aus der gefährlichen Atomenergie erreicht werden.
  • Schutz für die letzten Urwälder der Erde – die Heimat vieler Menschen, unzähliger Tiere und Pflanzen sind.
  • Schutz der Meere – durch ein globales Netzwerk an Meeresschutzgebieten und Verzicht auf zerstörerische Fischereimethoden.
  • Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft – um aus der industrialisierten Landwirtschaft mit Gentechnik- und Pestizideinsatz aussteigen zu können.
  • Reduzierung der Abhängigkeit von endlichen Ressourcen.
  • Vernichtung aller Atomwaffen.

Greenpeace-Struktur: Geordnete Internationalität

Greenpeace arbeitet als internationale Organisation mit Hauptsitz in Amsterdam. Greenpeace International plant dort die weltweite Weiterentwicklung von Greenpeace, ist für die Wartung der Schiffe  verantwortlich, ist Ansprechpartner und pflegt die Kontakte in den Ländern ohne Greenpeace-Niederlassung.

Alle nationalen und regionalen Büros koordinieren ihre Kampagnen und Aktivitäten gemeinsam, führen sie aber eigenverantwortlich durch. Für die Finanzierung ihrer Arbeit sind sie selbst verantwortlich.

Als ein Länderbüro mit vergleichsweise hohen Einnahmen übernimmt Greenpeace Deutschland jährlich einen großen Teil der Kosten für weltweite Kampagnenarbeit. Greenpeace Deutschland fördert so die Aktivitäten in Ländern, in denen die Armut es den meisten Menschen nicht erlaubt, Geld für Umweltschutzarbeit zu erübrigen. Kampagnen gegen die Zerstörung des Regenwaldes in Amazonien beispielsweise könnten die lateinamerikanischen Greenpeace-Büros nicht allein finanzieren.

Das höchste Entscheidungsgremium bei Greenpeace International ist das Council, das sich aus Vertretern (Trustees) der einzelnen Büros zusammensetzt und auf jährlichen Treffen die Leitlinien der Arbeit festlegt. Das Council wählt den internationalen Vorstand, der wiederum die internationale Geschäftsführung einsetzt. Seit April 2016 sind Jennifer Morgan und Bunny McDiarmid Geschäftsführerinnen von Greenpeace International.