Wie wollen wir leben?

Gesellschaft der Zukunft

Schulen sollten vorangehen und Pioniere des nachhaltigen Wandels sein

Positive Vorbilder

Auf dem Lehrplan steht gesunde Ernährung, auf dem Tisch der Schulkantine Fastfood - Alltag in deutschen Bildungsinstitutionen.

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Durch das Greenpeace Nachhaltigkeitsbarometer wissen wir, dass in der Schule oft toller Unterricht stattfindet. Häufig wird uns von interaktiven Schulstunden zu Bio-Essen oder dem Schutz des Regenwaldes berichtet. In der Praxis ändert sich jedoch nichts: An den Kopierern türmen sich die Papierberge und in der schuleigenen Mensa gilt weiterhin: Hauptsache billig.


 

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Was bleibt beim Einzelnen von einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kopf hängen und was wird in die Tat umgesetzt? Für uns betrifft nachhaltiger Wandel alle Bereiche des Lebens. So sind bei einer Umstellung der Schulmensa auf ökologisches Essen beispielsweise auch soziale und ökonomische, vielleicht sogar kulturelle Aspekte zu bedenken. Nachhaltig kann eine derartige Entwicklung also dann sein, wenn diese vier Bereiche in Einklang gebracht werden.

Im nächsten Schritt kann die ganz private Verankerung von nachhaltigem Handeln im eigenen Lebensalltag erfolgen. Das ist wichtig, denn die großen Umweltaufgaben können nur dauerhaft gelöst werden, wenn die jungen Leute – und nicht nur sie -  eindeutige Lernerlebnisse selber umsetzen können. Konkret heisst das, sie müssen auch die Möglichkeit bekommen, in ihrer Schule Recyclingpapier einzuführen oder den Essensplan in der Schulkantine umzustellen. Das ist echte Mitbestimmung und nur so ist Lernen interessant und dann auch nachhaltig.

Im Rahmen unserer umweltpolitischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es uns wichtig, die Werte Solidarität, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Mut und Mitverantwortung auszubilden. Lernen wir also, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern es denjenigen schwer zu machen, denen das Morgen bei ihren heutigen Entscheidungen egal ist.

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Nachrichten

Häufig gestellte Fragen

  • Welche Konsequenzen ziehen Sie aus den Ergebnissen des „Greenpeace Nachhaltigkeitsbarometers“?

    In erster Linie fühlen wir uns durch die Ergebnisse der Studie bestärkt. Wir machen seit Jahren erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit im außerschulischen Bereich und bringen seit 2011 eigene Bildungsmaterialien für Lehrkräfte heraus. Auch haben wir eine neue Kinderwebseite auf den Weg gebracht. Die Befragung zeigt sehr deutlich: Jugendliche und junge Erwachsene sind nachhaltigkeitsbewusst und wollen mitgestalten. Das ist im Rahmen unserer Kampagnenarbeit vielfältig möglich.

  • Als Lehrer/in bin ich immer wieder auf der Suche nach guten Unterrichtsmaterialien. Was für Materialien stellt Greenpeace her?

    Greenpeace möchte Lehrkräfte dabei unterstützen, aktuelle Umweltthemen in ihren Unterricht zu integrieren. Zu diesem Zweck stellen wir kostenlose Bildungsmaterialien zu Themen wie Atomausstieg und Energiewende, internationaler Klimaschutz, Lebensmitteln und Meeresschutz für verschiedene Altersgruppen zur Verfügung. Der besondere Clou ist, dass Greenpeace diese Schulmaterialien kurzfristig mit Didaktikern erstellt, je nach Wichtigkeit und Aktualität.

  • Gibt es Bildungsmaterial im Klassensatz?

    Das Bildungsmaterial ist als Vorlage für Lehrkräfte gedacht und wird deshalb grundsätzlich nur einfach versandt. Bei Interesse von mehreren Lehrkräften versenden wir auch gerne pro Interessent -  aber nicht als Klassensatz.

  • Sind Vorträge zu Greenpeace-Themen an unserer Schule möglich?

    Die regionalen Greenpeace-Gruppen, die es in vielen Städten in der Bundesrepublik gibt, organisieren Info-Stände sowie Ausstellungen und halten Vorträge über die Themenarbeit und über uns als Organisation.
    Die Greenpeace-Gruppen und Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie im Internet unter http://gruppen.greenpeace.de
    Gruppenmitglieder arbeiten ehrenamtlich für uns. Dadurch sind die Kapazitäten der einzelnen Gruppen begrenzt. Viele Mitglieder sind berufstätig und deshalb nicht ständig ansprechbar. Wir bitten um Verständnis, wenn Sie den Ansprechpartner oder die Ansprechpartnerin nicht sofort erreichen.

  • Forderungen

    • Bildung für eine nachhaltige Entwicklung muss sowohl Fachinhalte als auch Schulstrukturen durchdringen
    • Schulen müssen Pioniere des nachhaltigen Wandels werden
    • Junge Menschen mitmischen und echte Probleme lösen lassen - lokal, regional, national

    Veröffentlichungen zu diesem Thema

    Nachhaltigkeitsbarometer 2015

    „Nachhaltigkeit bewegt die jüngere Generation“ – zu diesem Ergebnis kommt die zweite Greenpeace-Jugendstudie zum Thema nachhaltige Entwicklung.

    Bildungsmaterial - Klar zur Wende?

    Die Energieversorgung ist ein wichtiges Thema auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris. Greenpeace veröffentlicht dazu Bildungsmaterial zur Unterrichtsbegleitung.