Greenpeace-Aktivisten bei Lidl

„Achtung! Bald mit Gen-Futter?“ war am Samstag auf vielen Geflügel-Produkten des Discounters Lidl zu lesen. Greenpeace-Aktivisten machten so auf den Einsatz von Gen-Soja im Tierfutter aufmerksam.

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In 35 Städten haben Greenpeace-Aktivisten am Samstag auf den drohenden Einsatz von Gen-Futtermitteln in der Geflügelwirtschaft aufmerksam gemacht. Dazu haben sie in verschiedenen Lidl-Filialen in ganz Deutschland die Geflügelprodukte mit einem Aufkleber versehen: „Achtung! Bald mit Gen-Futter?“ war dort zu lesen. Denn werden die Hühner und Puten mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert, landen am Ende Eier und Hühner mit Gen-Soja auf unseren Teller.

Zudem haben die Aktivisten vor verschiedenen Supermärkten des Discounters Plakate in Form eines Lidl-Werbeflyers aufgestellt, um Verbraucher und Verbraucherinnen über den Einsatz von Gen-Soja zu informieren.  Greenpeace fordert von Lidl, auf Gen-Futter bei den Eigenmarken zu verzichten und diese Produkte mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ zu bewerben, um so den Anbau von riskanter Gen-Soja nicht zu fördern. Wer online bei Lidl protestieren will, kann hier eine Protestmail unterschreiben, die an die Lidl-Zentrale geht.

Preiskampf um das billigste Huhn

Nachdem Aldi kürzlich die Preise für Eier und Frischgeflügel gesenkt hatte, zog Lidl kurze Zeit nach. Der Discounter kritisierte zwar die Preissenkungen und kündigte an, die Standards bei der Tierzucht heben zu wollen. Doch den Worten folgen keine Taten. In Österreich garantiert Lidl gentechnikfrei gefütterte tierische Eigenmarke – das ist auch in Deutschland möglich, wenn der Supermarkt nur will.  Andere Händler wie Rewe und Penny können es in Deutschland auch, und je mehr Supermärkte diesem Kurs folgen, desto stabiler kann gentechnikfreie Ware auch in Zukunft bezogen werden.

Nur wenige Supermärkte garantieren weiterhin, Geflügel und Eierprodukte ohne Gentechnik zu produzieren. Eine entsprechende Abfrage bei Supermärkten hatte Greenpeace kürzlich veröffentlicht.

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